Chefökonomin warnt: KI-Fieber am Limit – Droht jetzt die Mega-Blase?
Chefökonomin warnt: KI-Fieber am Limit – Droht die Mega-Blase?

Die Kurse von KI-Aktien schießen in die Höhe und treiben die Börsen weltweit auf neue Rekorde. Doch viele Anleger fragen sich: Handelt es sich um eine einmalige Chance oder bereits um eine gefährliche Blase? Im „Money Mittwoch“ gibt Chefökonomin Helen Windischbauer eine klare Einschätzung. Sie warnt: „Das KI-Fieber hat ein kritisches Niveau erreicht. Die Gefahr einer Mega-Blase ist real, auch wenn der zugrunde liegende Trend fundamental stark ist.“

KI-Boom: Real oder übertrieben?

Windischbauer betont, dass der KI-Boom auf soliden Fundamenten ruhe. „Die Technologie verändert ganze Branchen und schafft enorme Produktivitätsgewinne. Das ist kein reiner Hype.“ Dennoch sieht sie Risiken: „Die Bewertungen vieler KI-Unternehmen sind extrem hoch. Wenn die Erwartungen nicht erfüllt werden, könnte es zu scharfen Korrekturen kommen.“ Ein Beispiel sei der Kurs des KI-Chip-Herstellers Nvidia, der innerhalb eines Jahres um über 200 Prozent gestiegen ist. „Solche Sprünge sind historisch oft Vorboten einer Blase“, so die Expertin.

Anleger zwischen Gier und Angst

Die Stimmung an den Börsen schwankt zwischen Euphorie und Vorsicht. Viele Anleger fürchten, den Zug zu verpassen, während andere auf einen Crash wetten. „Die Unsicherheit ist groß“, sagt Windischbauer. „Man sollte nicht blind einsteigen, sondern die Unternehmen genau prüfen. Nicht jedes KI-Start-up wird sich durchsetzen.“ Sie rät zu einer diversifizierten Strategie: „Setzen Sie auf etablierte Tech-Riesen mit soliden Geschäftsmodellen, aber auch auf klassische Werte als Gegengewicht.“

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Was tun bei einem Platzen der Blase?

Sollte die KI-Blase platzen, drohten erhebliche Verluste. „Ein Absturz von 30 bis 40 Prozent bei überbewerteten Aktien ist nicht ausgeschlossen“, warnt Windischbauer. Dennoch sei dies keine Wiederholung der Dotcom-Blase: „Damals fehlte den Firmen oft ein tragfähiges Geschäftsmodell. Heute generieren viele KI-Unternehmen bereits hohe Umsätze.“ Für langfristige Anleger könne eine Korrektur sogar eine Chance sein: „Dann kann man günstig nachkaufen.“

Fazit der Expertin

Windischbauer zieht ein gemischtes Fazit: „Der KI-Trend ist real, aber die Kurse sind teilweise überhitzt. Anleger sollten wachsam bleiben und nicht der blinden Euphorie verfallen.“ Sie empfiehlt, regelmäßig die Portfolios zu überprüfen und Gewinne bei überbewerteten Titeln mitzunehmen. „Die nächsten Monate werden zeigen, ob sich die hohen Erwartungen erfüllen oder ob eine Korrektur kommt.“

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