Der MSCI World gilt als Standard für globale ETF-Investments. Millionen Sparer nutzen ihn als Basis ihres Portfolios. Doch nach der jüngsten Neugewichtung zeigt sich: Der Index wird zunehmend zur Wall Street. Das birgt ein gefährliches Klumpenrisiko. Finanz-Journalist Holger Zschäpitz erklärt, warum Anleger umdenken sollten und welche ETFs besser abschneiden.
Warum der MSCI World an Welt verliert
Der MSCI World Index umfasst rund 1.500 Unternehmen aus 23 Industrieländern. Doch die Gewichtung der USA ist auf über 70 Prozent gestiegen. Das bedeutet: Wer in den MSCI World investiert, setzt im Wesentlichen auf den amerikanischen Markt. Die einstige globale Streuung schrumpft zur Wette auf die USA. Gerade in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit ist das riskant.
Alternativen ohne USA-Übergewicht
Es gibt ETF-Alternativen, die eine breitere Diversifikation bieten. Dazu gehören Indizes wie der MSCI ACWI (All Country World Index), der auch Schwellenländer einbezieht, oder der FTSE All-World. Noch breiter streuen MSCI World Equal Weight oder Invesco FTSE RAFI All World, die nach fundamentalen Faktoren gewichten. Diese ETFs reduzieren das Klumpenrisiko, ohne aktiv gegen Amerika zu wetten.
Vorteile für Anleger
- Bessere Risikostreuung: Mehr Länder und Sektoren mindern Abhängigkeiten.
- Geringere Volatilität: Breitere Basis glättet Kursschwankungen.
- Keine aktive Wette: Passive Strategie bleibt erhalten.
Anleger sollten ihr Portfolio regelmäßig prüfen und gegebenenfalls umschichten. Die vorgestellten Alternativen bieten eine echte Weltstreuung und schützen vor übermäßigem USA-Risiko. Lesen Sie bei BILDplus die detaillierte Analyse von Holger Zschäpitz.



