SpaceX-Aktie stürzt ab: Kurs unter Ausgabepreis gefallen
SpaceX-Aktie stürzt ab: Kurs unter Ausgabepreis

Die Aktie von SpaceX, dem Raumfahrt- und KI-Unternehmen von Elon Musk, ist am Mittwoch deutlich gefallen. Sie notierte zeitweise bei 132,50 Dollar und damit unter dem Ausgabepreis von 135 Dollar. Zum Handelsschluss erholte sie sich leicht auf 135,27 Dollar. Der zwischenzeitliche Höchstpreis von rund 200 Dollar liegt nun in weiter Ferne.

Euphorie verflogen: Analysten hatten Höhenflüge prophezeit

Der Kursrutsch überrascht viele Anleger, die auf eine Fortsetzung der Rallye gehofft hatten. Dabei hatten Experten bereits vor den Risiken gewarnt. JP-Morgan-Chef Jamie Dimon hatte Musk als „Edison unserer Zeit“ bezeichnet und persönlich für ein Investment geworben. Analysten großer US-Banken hatten noch in der Vorwoche Kursziele von 300 Dollar und mehr innerhalb eines Jahres ausgegeben.

Doch die Realität sieht anders aus: SpaceX ist ein reiner Hoffnungswert, der von den Träumen seiner Anleger lebt. Das Unternehmen wird in den nächsten Jahren keine Gewinne erwirtschaften, und die technologischen Ziele gelten als unrealistisch. Zudem muss SpaceX in den kommenden Jahren 700 Milliarden Dollar refinanzieren, die es nicht hat.

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Kleinaktionäre verärgert – doch die Risiken waren bekannt

Der Unmut mancher Kleinaktionäre über die Kursentwicklung ist nach Ansicht von Marktbeobachtern seltsam. „Dass die Anteile eine Wette sind, war absehbar“, schreibt Handelsblatt-Redakteur Sven Prange. „Nicht jeder, der zum Mond will, ist für Höhenflüge geeignet. Und manchmal klappt es erst beim vierten Start. Das gilt für Raketentüftler wie für Raketenaktien.“

Die Parallele zur Raumfahrt ist bewusst gewählt: Auch SpaceX-Raketen sind mehrfach explodiert, bevor sie erfolgreich starteten. Anleger sollten sich daher nicht über Rückschläge wundern.

Delivery Hero: Uber macht Milliardenangebot

Der US-Fahrdienst Uber will laut einem Bericht der „Financial Times“ ein Übernahmeangebot für den Berliner Essenslieferdienst Delivery Hero vorlegen. Geboten werden 41 Euro je Aktie, was einer Bewertung von rund 12,5 Milliarden Euro entspricht. Die Aktien von Delivery Hero waren zuvor im Xetra-Handel um 2,3 Prozent auf 38,18 Euro gefallen. Das Unternehmen hatte bereits am Dienstag bestätigt, dass Gespräche mit Uber laufen.

Um Überschneidungen mit Uber Eats zu vermeiden, plant Uber offenbar, die türkische Tochter Yemeksepeti sowie weitere Lieferdienste in Europa an einen Investor abzugeben.

KfW-Chef Wintels: Neue Wachstumsformel für Deutschland?

Stefan Wintels, Chef der staatlichen KfW-Bank, will die Hightech-Start-up-Förderung auf den Mittelstand ausweiten. „Diese Kombination kann die Deutschland-Formel für Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit sein“, sagte er den Handelsblatt-Kollegen Sebastian Matthes und Yasmin Osman. Bestimmte Förderprogramme, die bislang vor allem Start-ups mit Eigenkapital finanziert haben, sollen ab Mitte nächsten Jahres auch innovativen Mittelständlern offenstehen. Zudem legt die KfW ein neues, 400 Millionen Euro schweres Programm auf, um innovative Fondsansätze im Wagniskapital zu unterstützen.

China: KI hilft nicht aus der Krise

Chinas Wirtschaft ist im zweiten Quartal nur um 4,3 Prozent gewachsen – das langsamste Wachstum seit mehr als drei Jahren. Vor allem starke Exporte verhinderten einen noch geringeren Anstieg. Der KI-Boom trägt laut Analyse des Handelsblatt-Korrespondenten Martin Benninghoff nur 0,2 Prozentpunkte zum Wirtschaftswachstum bei. „KI und Hightech wachsen weniger stark, als China die Welt gerne glauben lässt“, so Benninghoff. Er beobachtet eine K-Wirtschaft mit zwei Ästen: die traditionelle Wirtschaft nach unten, die Tech-Wirtschaft nach oben. Das spaltet die Gesellschaft in Gewinner und Verlierer. Der obere Arm sei jedoch besonders schwach ausgeprägt, was den gesamten Ansatz von Staatschef Xi Jinping infrage stelle.

Levi’s: Aus Verbot wurde eine Milliarden-Kampagne

Levi’s-Chefin Michelle Gass musste das Sponsoren-Logo ihrer Jeans-Marke am Stadion von Santa Clara abkleben lassen. Statt zu klagen, machte sie die weißen Planen kurzerhand zum Motiv ihrer Kampagnen. Der Effekt: rund eine Milliarde Impressions, die meistgeteilte Social-Media-Kampagne der Firmengeschichte. Inzwischen verkauft Levi’s sogar T-Shirts mit dem abgeklebten Logo. „Die wirksamste Werbefläche dieser WM, sie war keine“, kommentiert das Handelsblatt.

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Klimaziele: Deutschland drohen Milliardenstrafen

Deutschland stößt deutlich mehr CO₂ aus als geplant. 2025 sanken die Emissionen gegenüber dem Vorjahr nur um 0,1 Prozent. Das nationale Klimaziel – minus 65 Prozent bis 2030 gegenüber 1990 – würde in diesem Tempo verfehlt. Nach Projektion des Umweltbundesamts überschreitet Deutschland seine CO₂-Obergrenzen bis 2030 um 255 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalente. Laut Handelsblatt Research Institute könnten die Klimakosten im drastischsten Fall bis zu 38 Milliarden Euro betragen – abhängig vom CO₂-Preis.

Bahn: Günstig, aber unbeliebt bei Geschäftsreisenden

Geschäftsreisende aus Deutschland nutzen die Bahn mit 71 Prozent Anteil an Inlandsreisen seltener als Franzosen und Briten, wie Zahlen des Geschäftsreise-Brokers Navan zeigen. Dabei sind Bahntickets in Deutschland mit 0,18 Euro pro Kilometer besonders günstig. „Deutschland ist ein faszinierendes Paradoxon“, sagt Navan-Deutschlandmanager Michael Riegel. Redakteur Sven Prange, der selbst fast ausschließlich mit der Bahn reist, relativiert: „Zu den 18 Cent pro Bahnkilometer kommen regelmäßig größere Summen hinzu, weil nach verpassten Anschlüssen nur Uber oder Taxi bleibt.“