Ölpreis explodiert nach Iran-Angriffen: Sprit-Schock für Autofahrer
Ölpreis explodiert nach Iran-Angriffen

Die Eskalation zwischen den USA und dem Iran treibt die Ölpreise kräftig nach oben. Am Montagmorgen kostete die Nordsee-Ölsorte Brent 79,06 Dollar pro Barrel – ein Anstieg um vier Prozent im Vergleich zum Freitag. Die US-Sorte West Texas Intermediate verteuerte sich sogar um 4,2 Prozent auf 74,39 Dollar. Grund dafür sind neue Angriffe in der Nacht: Die USA bombardierten den Iran, während die iranischen Revolutionsgarden Raketen und Drohnen auf US-Militärstützpunkte und arabische Verbündete abfeuerten.

Straße von Hormus: Unsicherheit über Durchfahrt

Besonders brisant ist die Frage, ob die Straße von Hormus für den Schiffsverkehr befahrbar bleibt. Der Iran erklärte die wichtige Meerenge zunächst für „bis auf Weiteres“ geschlossen. Das US-Zentralkommando (Centcom) widersprach dieser Darstellung jedoch später. Die Straße von Hormus ist eine der wichtigsten Handelsrouten für Öl und Gas weltweit. Eine Blockade könnte die globalen Energiemärkte massiv beeinträchtigen und die Preise weiter in die Höhe treiben.

Kriegsprämie im Ölpreis: Auswirkungen auf Autofahrer

Bereits jetzt müssen Autofahrer in Deutschland meist über zwei Euro pro Liter Sprit zahlen. Die neue Eskalation sorgt dafür, dass wieder eine Kriegsprämie im Ölpreis enthalten ist. Die Internationale Energieagentur (IEA) warnte bereits am Freitag, dass der Konflikt den Plan gefährden könnte, die weltweiten Ölvorräte bis Jahresende wieder aufzufüllen. Energieanalyst Saul Kavonic von MST Marquee äußerte sich etwas optimistischer: „Die Lage ist kritisch, bleibt aber deutlich unter einem umfassenden Krieg.“ Dennoch sei mit weiteren Preissteigerungen zu rechnen.

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Erdgaspreise ebenfalls betroffen

Auch die europäischen Erdgaspreise legten zu. Händler befürchten, dass die neuen Angriffe Lieferungen von Produzenten aus dem Persischen Golf beeinträchtigen könnten. Die Terminpreise, mit denen sich Händler Konditionen für künftige Lieferungen sichern, stiegen am Morgen um bis zu 2,7 Prozent. Bereits in der vergangenen Woche hatten sie fast acht Prozent zugelegt. Sollte der Konflikt weiter eskalieren, könnten die Gaspreise weiter steigen, was auch die Heizkosten für Verbraucher in Deutschland verteuern würde.

Diplomatische Fronten verhärtet

Nachdem es in den vergangenen Wochen Hoffnung auf eine diplomatische Lösung gegeben hatte, ist der Ton nun wieder rauer. Irans Parlamentspräsident und Chefunterhändler Mohammad Bagher Ghalibaf erklärte: „Die Ära einseitiger Abkommen ist VORBEI“, und imitierte damit den Großbuchstaben-Stil von US-Präsident Donald Trump (80). Trump wiederum erklärte, die Waffenruhe sei „VORBEI“, betonte aber, dass die USA weiterhin zu Verhandlungen bereit seien. Die Unsicherheit über den weiteren Verlauf des Konflikts bleibt hoch.

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