Adidas hebt Umsatzprognose für 2026 auf neun bis zehn Prozent an
Adidas hebt Prognose an: Neun bis zehn Prozent mehr Umsatz

Der Sportartikelhersteller Adidas hat seine Umsatzprognose für das Geschäftsjahr 2026 deutlich angehoben. Grund sind starke Geschäfte im ersten Halbjahr, die maßgeblich von der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 profitierten. Statt eines „hohen einstelligen“ Wachstums rechnet der Konzern nun mit einem Anstieg der Erlöse um neun bis zehn Prozent.

Starkes erstes Halbjahr dank WM-Geschäft

Im ersten Halbjahr 2026 steigerte Adidas den Umsatz um 10,2 Prozent auf 13,335 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag in Herzogenaurach mitteilte. Der Gewinn aus fortgeführten Geschäftstätigkeiten legte um 8,7 Prozent auf 882 Millionen Euro zu. Die positive Entwicklung ist unter anderem auf das Engagement von Adidas bei der Fußball-WM zurückzuführen: Der Konzern stattete insgesamt 14 der 32 teilnehmenden Mannschaften aus, darunter die Finalisten Spanien und Argentinien sowie den Mitgastgeber Mexiko. Auch die deutsche Nationalmannschaft, die bereits in der Vorrunde ausschied, trug Adidas-Trikots. Zudem lieferte das Unternehmen die Schiedsrichter-Bekleidung und die offiziellen Spielbälle.

Björn Gulden: „Wir haben viel mehr verkauft als je zuvor“

Vorstandschef Björn Gulden, selbst ehemaliger Fußball-Profi, zeigte sich begeistert: „Wir haben viel mehr verkauft als je zuvor. Wir hätten nicht besser aussehen und es nicht besser machen können!“ Er fügte hinzu: „Unsere Marketingkampagne ‚Backyard Legends‘ brachte die Liebe zum Spiel zurück, so wie wir es früher auf der Straße gespielt haben.“

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Höhere Kosten bremsen Ergebnisentwicklung

Allerdings gab Adidas im Zuge der Kampagne auch 200 Millionen Euro mehr für Marketing aus. Zusammen mit gestiegenen Fracht-, Beschaffungs- und US-Zollkosten belastete dies die Ergebnisentwicklung. Das Betriebsergebnis (EBIT) soll dennoch wie geplant bei 2,3 Milliarden Euro liegen. Die Analystenerwartungen wurden jedoch leicht verfehlt. Gulden betonte, dass die Investitionen in die WM langfristig zahlten und die Marke stärkten.

Wechsel im Finanzvorstand

Parallel zu den Geschäftszahlen gab Adidas einen Führungswechsel bekannt: Finanzvorstand Harm Ohlmeyer, seit 2017 im Amt und seit fast 30 Jahren im Unternehmen, wird seinen auslaufenden Vertrag nicht verlängern. Seine Nachfolgerin wird Birgit Kretschmer, bisher Finanzchefin des Bekleidungsfilialisten C&A. Kretschmer war bereits 25 Jahre lang für Adidas tätig, bevor sie zu C&A wechselte. Der Aufsichtsrat bedankte sich bei Ohlmeyer für seinen langjährigen Einsatz.

Adidas erwartet, dass der positive Trend im zweiten Halbjahr anhält, auch wenn die Basiseffekte aus dem starken Vorjahr die Vergleichszahlen erschweren. Die Prognose bleibt daher vorsichtig optimistisch. Der Konzern setzt weiter auf Innovation und Marketing, um sich im umkämpften Sportartikelmarkt zu behaupten.

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