Niedersachsen prüft Einstieg bei VW-Werk Osnabrück zur Rüstungsproduktion
Land prüft Beteiligung an VW-Werk Osnabrück

Das Land Niedersachsen prüft einem Bericht des Wirtschaftsmagazins „Capital“ zufolge eine Beteiligung an dem vom Aus bedrohten Volkswagen-Werk in Osnabrück. Laut Informationen aus dem Regierungssitz in Hannover ist die rot-grüne Landesregierung grundsätzlich bereit, den Umbau von der Auto- zur Rüstungsproduktion mit einem Einstieg in die Fabrik zu unterstützen.

Gespräche mit verschiedenen Partnern laufen

Ein Sprecher von Ministerpräsident Olaf Lies (SPD) bestätigte: „Es werden auch weiterhin konstruktive Gespräche mit unterschiedlichen Partnern geführt.“ Das gemeinsame Ziel bleibe die Abwendung von Werkschließungen durch Lösungen, die die Wettbewerbsfähigkeit und Innovationsfähigkeit der Standorte nachhaltig stärken. Dies gelte insbesondere für den Standort Osnabrück. Zu einzelnen Details wollte der Sprecher keine Stellung nehmen.

Lies: Gemeinsam mit neuen Partnern Perspektiven entwickeln

Lies, der auch im VW-Aufsichtsrat sitzt, hatte im Juni über das Werk in Osnabrück gesagt: „Meine Vorstellung ist nicht, dass Volkswagen den Standort abgibt und andere sich darum kümmern, sondern dass gemeinsam mit neuen Partnern tragfähige Perspektiven entwickelt werden.“ Das Land Niedersachsen hält 20 Prozent der Stimmrechte im VW-Konzern. In der Diskussion über eine Verschärfung der Sparpläne bei dem Autoriesen hatte die Landesregierung angekündigt, sie werde keiner Entwicklung zustimmen, „die auf Werkschließungen als vermeintlich einfache Lösung setzt oder die bewährte Mitbestimmung infrage stellt“.

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Produktionsende 2027 – Entscheidung bis Jahresende

Volkswagen drosselt die Produktion in Osnabrück und sucht nach einer neuen Verwendung für das Werk mit rund 2.000 Beschäftigten, wenn dort 2027 die Pkw-Fertigung ausläuft. Nach früheren Angaben verhandelt der Konzern vor allem mit Rüstungsunternehmen über eine künftige Nutzung. Eine Entscheidung soll bis Ende des Jahres fallen.

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