Der wieder aufgeflammte Konflikt zwischen den USA und dem Iran verunsichert die Finanzmärkte und lässt viele Anleger fragen, ob eine Sommerrally in diesem Jahr ausbleibt. Hinzu kommen widersprüchliche Signale zur künftigen Zinsentwicklung, die die Unsicherheit verstärken. Franz-Georg Wenner von Index Radar prognostiziert für Anleger zunächst einige schwierigere Monate, bevor sich saisonal unterstützt ab Ende Oktober wieder eine positivere Entwicklung abzeichnen könnte.
Belastungsprobe für die Märkte
Der eskalierende Konflikt zwischen den USA und dem Iran wirkt sich direkt auf die Stimmung an den Börsen aus. Viele Anleger befürchten, dass die geopolitischen Spannungen jede Hoffnung auf eine traditionelle Sommerrally zunichte machen könnten. „Der Iran-Konflikt ist ein ernstzunehmender Risikofaktor, der die Märkte kurzfristig belasten wird“, warnt Wenner. Gleichzeitig senden die Notenbanken uneinheitliche Signale zur Geldpolitik, was die Planung für Investoren zusätzlich erschwert.
Strategien für Anleger: Teilschutzzertifikate als Lösung
In diesem schwierigen Umfeld diskutieren Friedhelm Tilgen und Peter Bösenberg von der Société Générale über Anlagestrategien, die trotz der Unsicherheiten Renditen ermöglichen. Ihr Fokus liegt auf Teilschutzzertifikaten, die einen Teil des Kapitals absichern und gleichzeitig an positiven Marktbewegungen partizipieren. „Teilschutzzertifikate bieten eine attraktive Möglichkeit, in volatilen Phasen investiert zu bleiben, ohne das volle Risiko zu tragen“, erklärt Bösenberg. Diese Produkte könnten besonders für Anleger interessant sein, die bis zur erwarteten Erholung ab Ende Oktober eine konservative Strategie verfolgen möchten.
Ausblick: Erholung ab Oktober erwartet
Trotz der aktuellen Belastungen sehen Experten Licht am Horizont. Wenner betont, dass saisonale Effekte ab Ende Oktober wieder für eine positive Marktentwicklung sprechen. „Historisch gesehen ist die Zeit nach Oktober oft von einer Aufwärtsbewegung geprägt“, so Wenner. Anleger sollten daher ihre Portfolios entsprechend ausrichten und die kommenden Monate nutzen, um sich mit geeigneten Schutzprodukten zu positionieren. Die Diskussion zwischen Tilgen, Wenner und Bösenberg zeigt, dass eine defensive Haltung mit gezielten Risiken durchaus Chancen bieten kann.



