Unlimited-on-Demand-Tarife: Experten warnen vor teuren Nachbuchoptionen
Unlimited-on-Demand: Kein Ersatz für Flatrates

Unlimited-on-Demand-Tarife: Experten warnen vor teuren Nachbuchoptionen

Im deutschen Mobilfunkmarkt haben sich sogenannte Unlimited-on-Demand-Tarife etabliert, die mit flexiblen Nachbuchmöglichkeiten für zusätzliches Datenvolumen werben. Doch eine aktuelle Analyse des Vergleichsportals Verivox zeigt, dass diese Tarifmodelle für die meisten Verbraucher keine sinnvolle Alternative darstellen.

Hohe Mehrkosten für begrenzten Nutzen

Die Unlimited-on-Demand-Tarife bieten zwar die Möglichkeit, bei Erschöpfung des Inklusivvolumens beliebig oft Daten nachzubuchen, doch dieser Service hat seinen Preis. Im Vergleich zu normalen Tarifen mit identischem Grundvolumen schlagen die Mehrkosten für die Nachbuchoption monatlich mit 5 bis 20 Euro zu Buche, abhängig vom Anbieter und konkreten Tarifmodell.

„Diese Tarife sind zwar meist günstiger als echte unlimitierte Flatrates, die zwischen 25 und 85 Euro im Monat kosten“, erklärt Verivox, „als Alternative zu diesen eignen sie sich jedoch kaum.“ Die Experten kommen zu einem klaren Fazit: Unlimited-on-Demand lohnt sich weder für Vielnutzer noch für Gelegenheitsnutzer.

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Zwei grundlegende Probleme im Alltag

Im praktischen Einsatz zeigen sich laut Verivox zwei wesentliche Schwachstellen der Unlimited-on-Demand-Tarife:

  1. Kleinteiliges Nachbuchen: Die Nachbuchung erfolgt meist in Ein-Gigabyte-Schritten, was bei intensiver Datennutzung zu häufigen Unterbrechungen führen kann. Ein Beispiel verdeutlicht das Problem: Beim Streamen von HD-Videos ist ein Gigabyte Datenvolumen oft bereits nach 20 bis 30 Minuten aufgebraucht.
  2. Kosten bei Nichtnutzung: Wenn Verbraucher die Nachbuchoption gar nicht in Anspruch nehmen, haben sie im Vergleich zu einem normalen Tarif mit gleichem Inklusivvolumen deutlich mehr gezahlt, ohne zusätzlichen Nutzen daraus zu ziehen.

Normaler Tarif mit passendem Volumen reicht meist aus

Für den durchschnittlichen Mobilfunknutzer empfehlen die Experten stattdessen klassische Allnet-Flatrates mit angemessenem Inklusivvolumen. „Der Durchschnittsverbrauch in Deutschland liegt bei etwa 12 Gigabyte im Monat“, so Verivox. Viele Nutzer unterschätzten zudem, wie häufig sie sich in WLAN-Netzen bewegen und dabei gar keine mobilen Daten verbrauchen.

Die richtige Dimensionierung des Datenvolumens im normalen Tarif sei daher meist die kostengünstigere und praktikablere Lösung. Unlimited-on-Demand-Tarife bleiben damit eine Nischenlösung, die für die breite Masse der Mobilfunknutzer keine wirtschaftliche Alternative darstellt.

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