Aperol-Zoff: Campari kämpft mit Treueprogramm gegen Billig-Bitter
Aperol-Zoff: Campari startet Treueprogramm gegen Billig-Bitter

Der italienische Getränkekonzern Campari geht gegen die zunehmende Verwendung von Billig-Bitter in Aperol Spritz vor. In Italien, dem Mutterland des Kultgetränks, beobachten die Verantwortlichen, dass viele Bars und Restaurants orangefarbene Getränke servieren, die nicht mit dem Original Aperol hergestellt werden. Dies veranlasste Campari, ein Treueprogramm für Gaststätten zu starten.

Treueprogramm „Aperol Spritz: L’originale“ gestartet

Das Programm mit dem Namen „Aperol Spritz: L’originale“ wurde zunächst in Padua eingeführt, wo Aperol 1919 erfunden wurde. Inzwischen nehmen mehr als 2000 Gaststätten daran teil. Die Wirte verpflichten sich, in ihrem Aperol Spritz tatsächlich Aperol zu verwenden – nach dem klassischen Rezept: drei Teile Prosecco, zwei Teile Aperol, ein Teil Sodawasser, dazu Eis und eine Orangenscheibe. Im Gegenzug erhalten die Betriebe Werbematerial, Schulungen für Barkeeper und ein Zertifikat für die Eingangstür.

Hintergrund: Billig-Bitter verdrängen Original

Der Aperol Spritz erfreut sich bei Touristen und Einheimischen gleichermaßen großer Beliebtheit. In Touristenhochburgen wie Rom, Florenz und Venedig zahlen Gäste bis zu 16 Euro für ein Glas. Dennoch wird vielerorts nicht das Original ausgeschenkt, sondern günstigere Bitter-Alternativen. Andrea Neri, Geschäftsführer der Aperitif-Sparte bei Campari, erklärte: „Wir beobachten, dass Bars und Restaurants orangefarbene Getränke servieren, oft vom Fass, die nicht unbedingt mit Aperol hergestellt werden.“

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Umsatzstarker Markt: Aperol bringt weltweit 785 Mio. Euro

Für Campari ist Aperol der wichtigste Umsatzbringer. Weltweit erzielt die Marke einen Umsatz von 785 Millionen Euro. Das Treueprogramm zielt darauf ab, den Absatz auf dem umkämpften italienischen Heimatmarkt zu sichern. Eine Ausweitung auf Deutschland ist laut Neri derzeit nicht geplant.

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