Der weltweit tätige Lebensmittelkonzern Nestlé übernimmt den Münchner Milchdrink-Hersteller Yfood vollständig. Bereits seit 2023 hielt Nestlé eine 49-prozentige Minderheitsbeteiligung an dem Start-up. Nun sollen die verbleibenden Anteile der Gründer zum 3. Juli an die Schweizer übergehen, vorbehaltlich der üblichen behördlichen Genehmigungen. Die finanziellen Details der Transaktion bleiben vertraulich.
Yfood: Erfolg mit Trinkmahlzeiten
Yfood wurde 2017 in München gegründet und beschäftigt mehr als 150 Mitarbeitende. Das Unternehmen vermarktet seine Drinks unter dem Slogan „This is Food“ als vollwertige Trinkmahlzeiten. Die Produkte bestehen aus Milch, Wasser, Süßstoff sowie zugesetzten Vitaminen und Mineralien. Mit einem Umsatz von rund 150 Millionen Euro im Jahr 2025 verzeichnete Yfood ein zweistelliges Wachstum im Vergleich zum Vorjahr. Die Drinks sind in 30 Ländern erhältlich, und das Unternehmen plant, die Expansion über Europa hinaus voranzutreiben.
Kritik von Verbraucherschützern
Bereits 2023 hatte die Verbraucherschutzorganisation Foodwatch eine Rezeptur von Yfood scharf kritisiert. Sie bemängelte, dass es sich im Grunde um Milch mit Wasser, einigen Vitaminen, Mineralien und Süßstoff handle. Yfood räumte damals ein, dass die Drinks keinen kompletten Nahrungsersatz darstellten, sondern in eine ausgewogene und vielseitige Ernährung integriert werden sollten.
Kaloriengehalt und Nutriscore
Eine Halbliterflasche von Yfood enthält rund 500 Kalorien. Ursprünglich mit dem Nutriscore A beworben, wurde das Produkt nach einer Neubewertung mit der schlechtesten Note E eingestuft. Grund dafür ist, dass Yfood im Nutriscore-Schema nun als Getränk und nicht mehr als Mahlzeit gewertet wird, wobei für Getränke strengere Kriterien gelten. Bereits 2024 kündigte das Start-up an, die freiwillige Lebensmittelkennzeichnung nicht mehr auf seine Produkte zu drucken.



