Der taiwanische Chip-Auftragsfertiger TSMC hat seinen Gewinn im zweiten Quartal 2026 erneut überraschend stark gesteigert. Der Überschuss legte um 77 Prozent auf umgerechnet 19,15 Milliarden Euro zu, wie das Unternehmen am Donnerstag in Taipeh mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit rund zwei Milliarden Euro weniger gerechnet. Es ist der fünfte Rekord-Quartalsgewinn in Folge für den weltgrößten Auftragsfertiger von Halbleitern.
KI-Prozessoren als Wachstumstreiber
Der wichtigste Wachstumstreiber für TSMC ist das Geschäft mit modernen Hochleistungschips, die vor allem in Künstlicher Intelligenz (KI) und Rechenzentren zum Einsatz kommen. Diese Chips steuern inzwischen etwa ein Viertel zum Gesamtumsatz des Konzerns bei. Im dritten Quartal 2023 hatte der Anteil lediglich bei sechs Prozent gelegen. Die ungebrochene Nachfrage nach KI-Prozessoren von Kunden wie Nvidia und Apple treibt das Wachstum maßgeblich an.
Umsatzplus und Marktposition
Bereits zu Wochenbeginn hatte TSMC ein Umsatzplus von 36 Prozent auf umgerechnet knapp 35 Milliarden Euro für das zweite Quartal bekanntgegeben. Der wertvollste börsennotierte Konzern Asiens profitiert von seiner führenden Position in der Halbleiterfertigung. TSMC produziert unter anderem für den weltgrößten Halbleiter-Konzern Nvidia und den iPhone-Anbieter Apple.
Ausblick und Bedeutung
Die starken Quartalszahlen unterstreichen die anhaltend hohe Nachfrage nach KI-Chips, die sich auch in den kommenden Quartalen fortsetzen dürfte. TSMC investiert massiv in den Ausbau seiner Fertigungskapazitäten, um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden. Der Konzern hat kürzlich den Bau neuer Fabriken in den USA, Japan und Deutschland angekündigt. Die Aktie von TSMC notiert auf einem Rekordniveau und hat sich in den vergangenen zwölf Monaten mehr als verdoppelt.



