Uber übernimmt Delivery Hero für Milliardensumme
Uber übernimmt Delivery Hero für Milliardensumme

Der US-Fahrdienstleister Uber übernimmt den deutschen Essenslieferdienst Delivery Hero für eine Milliardensumme. Das im MDax notierte Unternehmen bestätigte am Freitag, dass es sich mit dem US-Konzern zusammenschließt. Die Transaktion soll voraussichtlich im ersten Halbjahr 2027 abgeschlossen sein.

Details zur Übernahme

Uber bietet laut übereinstimmenden Medienberichten rund 4,5 Milliarden Euro für Delivery Hero. Der Kaufpreis soll in bar und in Aktien gezahlt werden. Delivery-Hero-Aktionäre erhalten je Aktie eine Kombination aus 4,5 Euro in bar und 0,42 Uber-Aktien. Der Angebotspreis liegt damit etwa 30 Prozent über dem Schlusskurs der Delivery-Hero-Aktie vom Vortag.

„Diese Übernahme ist ein wichtiger Schritt für Uber, um unsere Position im globalen Lebensmittel-Liefermarkt zu stärken“, sagte Uber-CEO Dara Khosrowshahi. „Delivery Hero hat ein starkes Geschäft in Europa und Asien aufgebaut, das wir gemeinsam weiter ausbauen wollen.“

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Auswirkungen auf den Markt

Mit der Übernahme baut Uber sein Liefergeschäft deutlich aus. Delivery Hero ist in mehr als 70 Ländern aktiv, darunter Deutschland, Großbritannien und Südkorea. Der Zusammenschluss schafft einen der größten Essenslieferdienste der Welt mit einem geschätzten Marktanteil von über 30 Prozent in Europa.

Analysten erwarten, dass der Deal den Wettbewerb in der Branche weiter anheizen wird. „Die Konsolidierung im Liefermarkt schreitet voran“, sagte Jürgen Molnar, Kapitalmarktstratege bei der RoboMarkets AG. „Uber und Delivery Hero können durch Synergien Kosten sparen und ihre Marktstellung ausbauen.“

Reaktionen der Aktionäre

Die Ankündigung sorgte an der Börse für Kursbewegungen: Die Delivery-Hero-Aktie stieg zeitweise um über 25 Prozent, während die Uber-Aktie leicht nachgab. Delivery-Hero-Gründer und CEO Niklas Östberg zeigte sich zufrieden: „Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Uber, um unseren Kunden noch bessere Services bieten zu können.“

Die Kartellbehörden müssen dem Deal noch zustimmen. Experten rechnen jedoch mit einer Genehmigung, da die Unternehmen in vielen Märkten nur geringe Überschneidungen haben. Delivery Hero bleibt vorerst als eigenständige Marke erhalten.

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