Der 1. FC Nürnberg hat durch mehrere Spielerverkäufe in diesem Sommer über 12 Millionen Euro eingenommen. Dies stärkt die Verhandlungsposition des Clubs erheblich und macht einen Verbleib von Stürmer-Star Mohamed Ali Zoma (22) immer wahrscheinlicher.
Millionen-Einnahmen durch Verkäufe
Die Transfererlöse setzen sich aus drei Geschäften zusammen: Fabio Gruber (23) wechselte für gut 3 Millionen Euro nach Mainz, Luka Lochoshvili (28) für knapp 5 Millionen Euro zu Köln. Zudem erhielt der Club durch den Bayern-Wechsel von Ex-Spieler Nathaniel Brown (23) einen Nachschlag von etwa 4,4 Millionen Euro. Hinzu kommen mögliche Bonuszahlungen durch den Frankfurter Can Uzun (20), an dem Galatasaray Interesse zeigt.
Verbesserte Verhandlungsposition
Sport-Boss Joti Chatzialexiou (50) bestätigt die veränderte Lage: „Das hilft. Wir haben andere Voraussetzungen als noch vor zwei Jahren, als wir das Messer am Hals hatten und zwingend verkaufen mussten, damit das hier alles funktioniert. Durch die Gelder, die wir eingenommen haben, haben wir eine andere Ausgangslage.“ Diese Finanzspritze ermöglicht es dem FCN, bei Stars wie Zoma oder Adam Markhiev (24) höhere Schmerzgrenzen anzusetzen.
Interessenten abgeschreckt
Chatzialexiou macht gegenüber interessierten Klubs deutlich, dass der Club nicht mehr unter Verkaufsdruck steht: „Das Gute ist, dass einige dann nicht noch mal anrufen, wenn sie ein paar Zahlen von mir bekommen. Aber die Erstanfragen sind da.“ Dennoch schließt er einen Last-Minute-Verkauf nicht aus, wie er am Beispiel von Caspar Jander erläutert: „Ich sage in den Themen: Sag niemals nie, weil man am Ende ein hohes Angebot bekommen kann, wie bei Caspar letztes Jahr. Wir hatten eine klare Vorstellung und die wurde erfüllt.“
Keine interne Deadline
Eine vereinsinterne Deadline für mehr Planungssicherheit vor dem offiziellen Transferschluss am 1. September gibt es auch in diesem Jahr nicht. Jander (23) hatte den Club damals erst Ende August für 12 Millionen Euro nach Southampton verlassen. Damals führte der späte Verkauf zu einer wilden letzten Transferwoche mit sechs Neuzugängen, darunter Markhiev und Grimaldi. Der FCN bleibt daher flexibel, sollte ein unerwartet hohes Angebot für einen Leistungsträger eingehen.



