Kurier-Unfall auf der A20: Blutproben lösen Großeinsatz aus
Ein schwerer Verkehrsunfall hat sich am Donnerstagnachmittag auf der Autobahn 20 in Mecklenburg-Vorpommern ereignet. Ein 49-jähriger Kurierfahrer kam mit seinem Fahrzeug von der Fahrbahn ab und überschlug sich mehrfach. Der Fahrer erlitt schwerste Verletzungen und wurde umgehend in ein Krankenhaus gebracht.
Im Wagen befanden sich mehrere Verpackungen mit Labor-Material, darunter Blut- und Stuhlproben. Diese diagnostischen Proben können von Menschen oder Tieren stammen und potenziell Krankheitserreger enthalten. Daher gelten sie in bestimmten Fällen als Gefahrgut und unterliegen besonderen Transportvorschriften. Die Verpackungen im verunglückten Fahrzeug waren entsprechend als Gefahrgut gekennzeichnet.
Nach dem Unfall wurde eine der Verpackungen beschädigt, weshalb spezielle Einsatzkräfte hinzugezogen werden mussten. Die Autobahn war daraufhin für mehrere Stunden voll gesperrt. Der Sachschaden wird auf rund 25.000 Euro geschätzt. Ein weiteres Fahrzeug war an dem Unfall auf Höhe der Anschlussstelle Jarmen nicht beteiligt.
Gefahrgut-Transport: Besondere Vorschriften
Diagnostische Proben wie Blut- oder Stuhlproben können Krankheitserreger enthalten und fallen daher unter die Gefahrgutverordnung. Die Vorschriften schreiben spezielle Verpackungen und Kennzeichnungen vor, um bei Unfällen die Sicherheit von Einsatzkräften und Umwelt zu gewährleisten. Im vorliegenden Fall konnten die Spezialkräfte die beschädigte Verpackung sicher bergen und die Gefahr bannen.
Die Polizei hat die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen. Es wird geprüft, ob technische Mängel oder Fahrfehler zu dem schweren Unfall geführt haben.



