Die griechische Insel Zakynthos, bekannt für ihre türkisblauen Buchten und das berühmte Schiffswrack, bleibt für Touristen weiterhin teilweise unzugänglich. Die Navagio-Bucht, einer der meistfotografierten Strände Griechenlands, bleibt auch in der Tourismussaison 2026 gesperrt. Dies berichten griechische Medien unter Berufung auf eine aktuelle Behördenverordnung.
Gefahr durch Felsabbrüche
Der Grund für die anhaltende Sperrung sind instabile Felsformationen an der Steilküste, die die Bucht umgibt. In der Vergangenheit kam es wiederholt zu Felsabbrüchen und Erdrutschen, bei denen mehrere Menschen verletzt wurden. Die Behörden sehen daher keine andere Möglichkeit, als den Strand und die Bucht für Besucher zu schließen.
Strenge Regeln für Boote und Schwimmer
Laut der Verordnung ist es verboten, den Strand zu betreten oder mit dem Boot in die Bucht zu fahren. Boote dürfen sich der Küste nur bis auf 50 Meter nähern. Auch das Schwimmen innerhalb der Bucht ist untersagt. Die Maßnahmen gelten mindestens bis zum 31. Oktober 2026. Bei Verstößen drohen Geldstrafen.
Alternative: Blick von oben
Touristen haben jedoch die Möglichkeit, die Bucht von Aussichtspunkten oberhalb der Steilküste zu bestaunen. Allerdings müssen dort zunächst Schutzmaßnahmen umgesetzt werden, um die Sicherheit der Besucher zu gewährleisten. Wann diese Arbeiten abgeschlossen sein werden, ist noch unklar.
Overtourism als Hintergrund
Die Sperrung der Navagio-Bucht ist auch ein Beispiel für die Herausforderungen des Massentourismus. In ganz Europa protestieren Anwohner gegen die Überlastung durch Touristen. Experten fordern, dass die Politik der Tourismusindustrie Grenzen setzt, um Natur und Lebensqualität zu schützen.



