Terroranschlag beim CSD in Berlin: Die Route des Attentäters
Terror beim CSD: Route des Attentäters rekonstruiert

Am Samstagabend endete der Christopher Street Day in Berlin blutig. Gegen 22 Uhr fuhr ein weißer Citroën-Transporter in eine Menschenmenge im Tiergarten. Mindestens eine Frau wurde getötet, 29 Menschen wurden zum Teil schwer verletzt, drei schweben in Lebensgefahr. Am Steuer saß mutmaßlich der polizeibekannte Islamist Abdul Ballout (21). Wie BILD berichtet, rekonstruierte die Polizei die Route des Terroranschlags.

Die Route des Attentäters

Markierungen der Polizei zeigen: Ballout bog von der Lennéstraße in die Parkanlage des Tiergartens ab. Über einen Sandweg fuhr er mit hoher Geschwindigkeit durch die Grünanlage. Die Polizei markierte die Reifenspuren mit Sprühfarbe. Laut BILD begann die Amokfahrt, als der Islamist mit libanesischen Wurzeln über den Bordstein der Lennéstraße in den Park fuhr.

Auffällig ist, dass der Täter immer wieder das Steuer nach links oder rechts riss. Das könnte bedeuten, dass er gezielt Jagd auf Menschen machte. Die Vermutung: Er wollte so viele CSD-Besucher wie möglich töten oder verletzen. Die Reifenspur im Rasen zeigt tiefe Furchen – ein Zeichen für die hohe Geschwindigkeit und Wucht der Fahrt.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Gezielte Jagd auf Menschen

Immer wieder weicht die Reifenspur vom Weg ab und geht über den Rasen. Anscheinend jagte Ballout denen hinterher, die zur Seite sprangen, um sich in Sicherheit zu bringen. Blutspuren im Tiergarten zeugen von dem Terrordrama. Mit farbigen Kreisen markierte die Polizei die Stellen, an denen Menschen überfahren wurden. Auch Reste medizinischen Materials der Notfallsanitäter blieben zurück.

Am Tag nach dem Anschlag erfasste die Polizei die Strecke mit 3-D-Scannern. Kein Beweis, keine Spur sollte verloren gehen. Etwa 400 Meter weit war der Täter unterwegs, bevor er den Citroën bei der wilden Zickzackfahrt gegen einen Baum setzte.

Die Festnahme und der Tod des Täters

Am Sonntagabend wurde Ballout von der Polizei erschossen. Laut BILD spürten die Beamten den 21-Jährigen auf der Parzelle einer Gartenlaube im Berliner Bezirk Spandau auf. Beim Zugriff griff er die SEK-Beamten an. Die Polizisten eröffneten das Feuer und verletzten den Terroristen tödlich.

Die Ermittlungen zu den Hintergründen der Tat dauern an. Die Polizei prüft Verbindungen zu islamistischen Netzwerken.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration