Moderne Wäschetrockner sind echte Alltagshelden – aber sie haben ihren Preis beim Stromverbrauch. Die Geräte trocknen Wäsche je nach Wunsch von bügelfeucht bis absolut trocken. Komfort auf Knopfdruck. Doch wer beim Standort nicht aufpasst, zahlt am Ende drauf. Mit den richtigen Tipps lässt sich jedoch der Energieverbrauch deutlich reduzieren.
Wärmepumpentrockner dominieren den deutschen Markt
In Deutschland stehen inzwischen in vielen Haushalten ausschließlich Wärmepumpentrockner. Der Handel hat sich auf die veränderte Nachfrage eingestellt, weiß Claudia Oberascher, Energieexpertin bei der Fachgemeinschaft für effiziente Energieanwendung e.V. (HEA). Sie rät dringend davon ab, „sich keinen Ablufttrockner oder einen konventionellen Kondenstrockner über den Second-Hand-Markt zuzulegen, da der Stromverbrauch einfach immens viel höher ist im Vergleich zu Wärmepumpentrocknern.“ Und weiter: „Wer noch einen klassischen Kondensationstrockner oder sogar einen Ablufttrockner als Altgerät besitzt, sollte wegen des hohen Energieverbrauchs unbedingt einen Gerätetausch in Betracht ziehen“, empfiehlt die Energieexpertin vom HEA in Berlin.
Standort braucht Belüftung und Trockenheit
Nicht nur das Modell zählt. Auch der Raum entscheidet über Effizienz und Lebensdauer. „Er sollte gut belüftet und trocken sein“, erklärt Claudia Oberascher. Ein kleines Bad oder ein feuchter Keller sind daher eher ungeeignet. Wer einen Kondenstrockner nutzt, muss auf freien Luftzutritt und -austritt achten. Ein Wärmepumpentrockner entwickelt beim Betrieb viel Wärme. Diese Hitze muss entweichen können. Staut sie sich, verlängert sich die Trocknungsdauer. Und das erhöht wiederum den Energieverbrauch.
Gestauter Wärmestau schadet dem Gerät
Auf längere Sicht kann die angestaute Wärme das Gerät sogar beschädigen, so Oberascher. Wäschetrockner saugen die Luft aus ihrer direkten Umgebung an. Deshalb gilt für alle Geräte: Freier Luftzutritt ist Pflicht. Bei Kondensationstrocknern mit und ohne Wärmepumpe muss zusätzlich die Kühlluft ungehindert austreten können. Die entsprechenden Hinweise der Hersteller sind hierbei zu beachten.
Abfluss in der Nähe spart Arbeit
Ob klassischer Kondenstrockner oder Wärmepumpentrockner – bei beiden entsteht Wasser. Es sammelt sich im Kondenswasserbehälter und muss regelmäßig geleert werden. „Deswegen wäre ein Standort praktisch, bei dem ein Waschbecken oder eine andere Ausgießstelle zur Verfügung steht“, rät HEA-Energieexpertin Claudia Oberascher. Noch komfortabler ist es, das Wasser per Schlauch direkt in den Ausguss zu leiten. Dafür braucht es allerdings einen passenden Abfluss am Standort. Dann entfällt das händische Leeren des Behälters.
Ungeeignete Räume für Wäschetrockner
Weitere Ausschlusskriterien nennt Oberascher deutlich: „Ein ungelüfteter Raum, beispielsweise eine fensterlose, kleine Abstellkammer. Zudem dürfen die Geräte nicht draußen stehen, beispielsweise auf Balkon oder Terrasse. Bei Wärmepumpentrocknern sollte die Raumtemperatur während des Betriebs in einem Bereich zwischen 5 und 35 Grad Celsius liegen. Andere Temperaturen können unerwünschte Auswirkungen auf die Geräteleistung haben.“
Durch die Beachtung dieser Tipps können Sie nicht nur Energie sparen, sondern auch die Lebensdauer Ihres Geräts verlängern und unnötige Kosten vermeiden. Ein durchdachter Standort ist daher der Schlüssel zu einem effizienten und langlebigen Wäschetrockner.



