Verbotene Werbeanrufe: Beschwerden steigen um 13 Prozent
Verbotene Werbeanrufe: Beschwerden steigen um 13 Prozent

Immer mehr Verbraucher in Deutschland sind von unerlaubten Werbeanrufen betroffen. Die Bundesnetzagentur verzeichnete im ersten Halbjahr 2025 insgesamt 21.552 Beschwerden über verbotene Telefonwerbung. Das sind 13 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, wie die Behörde auf Anfrage mitteilte. Zum Vergleich: In den gesamten Jahren 2024 und 2025 waren die Beschwerdezahlen um sechs beziehungsweise acht Prozent gestiegen.

Gewinnspiele als Haupttreiber der Beschwerden

Die häufigsten Beschwerden betrafen Anrufe zu angeblichen Gewinnspielen. Mit knapp 30 Prozent aller Meldungen bilden sie die größte Kategorie. Dahinter folgen Anrufe zu Dienstleistungen wie Handwerkerangeboten sowie Werbung für Energieversorger, etwa für Strom- und Gastarife. Die Bundesnetzagentur betont, dass Telefonwerbung in Deutschland nur mit vorheriger ausdrücklicher Zustimmung des Angerufenen zulässig ist.

Bußgelder bis zu 300.000 Euro

Unternehmen, die unerlaubte „Cold Calls“ durchführen, riskieren empfindliche Strafen. Die Höchststrafe beträgt 300.000 Euro. Im vergangenen Jahr verhängte die Bundesnetzagentur Bußgelder in Höhe von insgesamt 1,1 Millionen Euro – ein Anstieg um 0,3 Millionen Euro im Vergleich zu 2024. Die Behörde setzt damit ein Zeichen gegen die zunehmende Belästigung der Verbraucher.

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Hintergrund der Beschwerdewelle

Die steigenden Beschwerdezahlen zeigen, dass das Problem trotz strenger Regeln nicht nachlässt. Viele Verbraucher fühlen sich durch die unerwünschten Anrufe massiv gestört. Besonders die Gewinnspielanrufe werden oft als irreführend empfunden, da die Gewinnchancen meist weit schlechter sind als am Telefon dargestellt. Die Bundesnetzagentur rät, bei unerlaubten Anrufen umgehend Beschwerde einzureichen, um gegen die Verantwortlichen vorgehen zu können.

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