BMW streicht 8000 Stellen – Fed-Chef Warsh will Inflationsmessung reformieren
BMW streicht 8000 Stellen – Fed will Inflationsmessung ändern

Der Münchner Premiumhersteller BMW hat ein umfassendes Sparprogramm angekündigt, das den Abbau von 8000 Stellen bis Ende des kommenden Jahres vorsieht. Ziel ist es, ab 2028 jährlich rund eine Milliarde Euro einzusparen. Wie Handelsblatt-Autoreporter Felix Stippler im Podcast erläutert, ist vor allem die deutsche Belegschaft von dem Stellenabbau betroffen. Bislang galt BMW als letzter großer deutscher Autobauer, der ohne ein massives Abbauprogramm ausgekommen war – nun ändert sich das.

Details des Sparprogramms bei BMW

Der Konzern reagiert mit dem drastischen Schritt auf die schwächelnde Nachfrage nach Premiumfahrzeugen und die hohen Investitionen in die Elektromobilität. Die Stellenstreichungen erfolgen laut Unternehmensangaben vor allem in der Verwaltung und in der Produktion. Betriebsbedingte Kündigungen sollen jedoch vermieden werden, stattdessen setzt man auf Abfindungen und Vorruhestandsregelungen. Betriebsrat und IG Metall haben bereits Widerstand angekündigt und fordern einen Sozialplan.

Die Ankündigung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die gesamte deutsche Automobilbranche unter Druck steht. Wettbewerber wie Volkswagen und Mercedes-Benz haben bereits ähnliche Sparmaßnahmen umgesetzt. Für BMW ist der Schritt ein Einschnitt, da das Unternehmen lange Zeit auf natürliche Fluktuation und Wachstum setzte, um Personalkosten zu senken. Experten bewerten das Programm als notwendig, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben.

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Fed-Chef Warsh plant Neuausrichtung der Inflationsmessung

Parallel zur Entwicklung bei BMW blicken die Finanzmärkte gespannt nach Washington, wo die US-Notenbank Fed zu ihrer Zinssitzung zusammenkommt. Jede Entscheidung der Fed hängt maßgeblich von zwei Faktoren ab: den Arbeitsmarktdaten und der Inflationsentwicklung. Die Fed hat ein sogenanntes duales Mandat, das maximale Beschäftigung und eine Teuerungsrate von etwa zwei Prozent vorsieht. Doch die zugrunde liegende Datenbasis sorgt in den USA immer wieder für Diskussionen.

Der neue Fed-Chef Kevin Warsh hat es sich daher zum Ziel gesetzt, die Inflationsmessung grundlegend zu überarbeiten. Wie Handelsblatt-Finanzredakteur Leonidas Exuzidis erklärt, ist sein Plan einerseits berechtigt, weil die aktuellen Methoden veraltet seien und die reale Teuerung nicht immer präzise abbilden. Andererseits sei das Vorhaben riskant, da jede Änderung der Messmethodik die Geldpolitik verunsichern und zu Glaubwürdigkeitsverlusten führen könnte.

Warsh schwebt vor, stärker auf alternative Datenquellen wie Echtzeit-Transaktionsdaten oder digitale Preisindizes zurückzugreifen. Kritiker warnen jedoch, dass eine zu häufige Anpassung der Berechnungsgrundlage die Vergleichbarkeit historischer Daten erschwere und die Inflationserwartungen der Märkte negativ beeinflussen könne. Die Fed steht nun vor der Herausforderung, mehr Transparenz zu schaffen, ohne ihre geldpolitische Unabhängigkeit zu gefährden. Die nächste Zinssitzung in der kommenden Woche wird zeigen, ob Warsh erste konkrete Schritte in diese Richtung ankündigt.

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