Fed-Direktor Waller bringt baldige Zinserhöhung ins Spiel
Fed-Direktor Waller: Baldige Zinserhöhung möglich

Die US-Notenbank Fed könnte die Zinsen früher als erwartet anheben, falls die Inflation weiterhin deutlich über dem Ziel von zwei Prozent verharrt. Dies deutete Fed-Direktoriumsmitglied Christopher Waller am Montag vor Wirtschaftsvertretern in New York an. Die Geldpolitik stehe an einem Scheideweg, sagte Waller. Entscheidend seien neue Daten, vor allem der Verbraucherpreisbericht am Dienstag. Sollten die Zahlen negativ ausfallen, dürfe die Fed nicht zögern.

Waller warnt vor nachlassender Wachsamkeit

„Ich nehme die Inflationssignale, die ich heute erörtert habe, nicht auf die leichte Schulter“, erklärte Waller. Sollte die Kerninflation in dieser Woche erneut hoch ausfallen, müsse der Offenmarktausschuss (FOMC) eine baldige Straffung der Geldpolitik in Betracht ziehen. An den Finanzmärkten stiegen daraufhin die Wetten auf eine Zinserhöhung: Die Wahrscheinlichkeit für einen solchen Schritt auf der Fed-Sitzung im Juli kletterte von 35 auf 45 Prozent.

Breiter Preisdruck und geopolitische Risiken

Waller äußerte sich zudem besorgt darüber, dass sich der Preisdruck in der gesamten Wirtschaft ausbreite. Darüber hinaus könnte der wieder aufgeflammte Konflikt der USA und Israels gegen den Iran die Ölpreise erneut in die Höhe treiben und damit die Hoffnungen auf sinkende Kosten dämpfen. Die Bekämpfung der seit Jahren überhöhten Teuerungsrate ist ein zentrales Anliegen des neuen Fed-Chefs Kevin Warsh, der von US-Präsident Donald Trump ins Amt geholt wurde. Warsh wird am Dienstag zu seiner halbjährlichen Anhörung im Kongress erwartet, wo er sich den Fragen des Finanzdienstleistungsausschusses stellen muss.

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Uneinigkeit im FOMC

Auf ihrer jüngsten Sitzung Mitte Juni hatte die Fed die Leitzinsen noch unverändert gelassen. Die Währungshüter waren zu diesem Zeitpunkt jedoch uneins darüber, ob im laufenden Jahr eine weitere Zinserhöhung erforderlich sein wird. Die Äußerungen Wallers deuten nun darauf hin, dass der Druck für eine Straffung innerhalb der Notenbank zunimmt. Investoren fordern Fed-Chef Kevin Warsh bei seiner Premiere heraus, wie es in einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters heißt. Die Finanzmärkte werden die anstehenden Daten und die Aussagen Warshs genau verfolgen, um Hinweise auf den weiteren geldpolitischen Kurs der Fed zu erhalten.

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