1860 München startet mit 2:2 in Schweinfurt in die Regionalliga-Saison
1860 München: 2:2 in Schweinfurt zum Saisonstart

München/Schweinfurt (dpa/lby) – Der TSV 1860 München hat den Start in die Saison der Fußball-Regionalliga Bayern überstanden. Zum Auftakt mussten sich die Löwen beim 1. FC Schweinfurt mit einem 2:2 (1:1) begnügen. In einer intensiven und von vielen Emotionen geprägten Partie zeigten die Gäste zweimal Comeback-Qualitäten und hatten in der Nachspielzeit Glück, dass ein Schweinfurter Treffer wegen Abseits keine Anerkennung fand.

Die erste Halbzeit: Schock in Minute zwei

Die Gastgeber aus Unterfranken starteten furios. Bereits in der zweiten Minute enteilte Jason Prodanovic der 1860-Defensive und brachte den 1. FC Schweinfurt früh in Führung. Der frühe Rückstand schockte die Löwen zunächst, doch sie fingen sich schnell. Michael Eberwein sorgte in der 34. Spielminute für den verdienten Ausgleich. Vor dem Treffer hatten die Münchner bereits einige Möglichkeiten, scheiterten aber immer wieder an der gut organisierten Abwehr der Gastgeber. Mit 1:1 ging es in die Pause.

Elfmeter-Pech und ein Teenager als Unterschiedsspieler

Nach dem Wiederanpfiff entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, in dem beide Teams auf Sieg spielten. In der 65. Minute bot sich den Hausherren eine große Chance: Nach einem Foul an einem Schweinfurter Angreifer zeigte der Unparteiische auf den Punkt. Michael Dellinger übernahm die Verantwortung, scheiterte jedoch zunächst an 1860-Keeper Vitus Eicher. Der erfahrene Torhüter parierte den Strafstoß glänzend, doch Dellinger blieb hellwach und staubte aus kurzer Distanz zum 2:1 ab. Für 1860 eine bittere Phase – dennoch bewahrten die Löwen ihre Linie.

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Die Wende brachte eine Einwechslung. Arian Ortivero Calderon, ein Nachwuchsspieler aus den eigenen Reihen, kam in der Schlussviertelstunde in die Partie – und schlug nur Minuten später zu. In der 69. Minute nutzte der Teenager eine Unachtsamkeit in der Schweinfurter Abwehr und traf zum nicht mehr für möglich gehaltenen 2:2. Es war ein Bilderbuch-Moment für den jungen Angreifer, der damit zum gefeierten Held des Tages wurde.

Nachspielzeit: Abseits entscheidet

Als sich beide Mannschaften bereits mit dem Remis anzufreunden schienen, schlug die Stunde der Schweinfurter fast erneut. In der Nachspielzeit zappelte der Ball abermals im Tor der Münchner – doch der Schiedsrichter aberkannte den Treffer wegen Abseitsstellung. Laut dpa-Bericht war die Entscheidung korrekt, sodass es beim 2:2 blieb. Die Erleichterung bei 1860 war im Anschluss groß, während Schweinfurt mit einem dicken Wermutstropfen zurückblieb.

Zwangsabstieg als Belastung und Chance

Für den TSV 1860 München war dieses Spiel mehr als nur ein Saisonauftakt. Der Verein war nach dem Zwangsabstieg aus der 3. Liga in die Regionalliga Bayern versetzt worden. Dieser Neuanfang bringt viele Herausforderungen mit sich: Kaderumbruch, geringere Zuschauereinnahmen, neue Gegner. Dennoch ist der Reiz der Partien gegen traditionsreiche bayerische Klubs spürbar. Die Regionalliga Bayern gilt als eine der stärksten fünften Ligen im Land – ein Sieg hier ist kein Selbstläufer.

Das 2:2 beim 1. FC Schweinfurt zeigt, dass die Mannschaft bereit ist, sich zu wehren. Zweimal einen Rückstand aufzuholen, zeugt von Mentalität. Gleichzeitig wird deutlich, dass in der Defensive noch Abstimmungsprobleme bestehen. Die frühen Gegentore in der zweiten und 65. Minute müssen analysiert werden.

Stimmenlage und Ausblick

Die Verantwortlichen der Löwen dürften mit der Moral zufrieden sein, auch wenn zwei Gegentore zu vermeiden gewesen wären. Am nächsten Spieltag wartet nun daheim die nächste Prüfung. Die Fans erwarten den ersten Sieg in der neuen Umgebung. Die Voraussetzungen sind nach diesem Remis nicht schlecht – allerdings dürfte der Konkurrenzkampf in der Regionalliga bayernweit groß sein.

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