Ein betrunkener Radfahrer ist auf einem Feldweg bei Münsterhausen gestürzt und hat sich dabei Verletzungen zugezogen. Wie die Polizei mitteilte, musste der Mann nach dem Sturz mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht werden. Der Vorfall ereignete sich im Landkreis Günzburg, wo der Feldweg zwischen landwirtschaftlichen Flächen verläuft.
Sturz auf unbefestigtem Untergrund
Ersten Erkenntnissen zufolge verlor der Radler auf dem unbefestigten Weg die Kontrolle über sein Fahrrad und stürzte. Die genauen Umstände des Unfalls sind noch unklar, die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Neben der Rettungswagenbesatzung war auch die örtliche Polizeiinspektion im Einsatz. Der verletzte Mann wurde noch an der Unfallstelle erstversorgt und anschließend in ein umliegendes Krankenhaus transportiert.
Die Beamten stellten bei dem Radfahrer deutlichen Alkoholgeruch fest. Ein freiwilliger Atemalkoholtest ergab später einen Wert, der deutlich über dem erlaubten Grenzwert lag. Daraufhin wurde im Krankenhaus eine Blutentnahme angeordnet, um den Blutalkoholspiegel exakt zu bestimmen. Der Radler muss nun mit einem Ermittlungsverfahren wegen Trunkenheit im Straßenverkehr rechnen.
Alkohol am Steuer: Auch Radfahrer sind betroffen
Im Straßenverkehr gilt für Radfahrer eine besondere Regelung: Wer mit einem Fahrrad unterwegs ist und einen Unfall verursacht, dem drohen bereits ab 0,3 Promille strafrechtliche Konsequenzen. Selbst ohne Unfall liegt die absolute Fahruntüchtigkeit bei 1,6 Promille. Ab diesem Wert machen sich Radfahrer strafbar, auch wenn sie nicht auffällig gefahren sind. Zudem kann die Fahrerlaubnis entzogen werden, wenn die Alkoholfahrt vor allem auf eine charakterliche Ungeeignetheit schließen lässt.
Im konkreten Fall könnte der gestürzte Radler je nach Schwere seiner Verletzungen und dem Blutalkoholwert mit einer Geldstrafe, einer Entziehung der Fahrerlaubnis oder sogar einer Freiheitsstrafe rechnen. Auch die Kosten für den Rettungseinsatz und die medizinische Versorgung können unter Umständen auf ihn zukommen.
Polizei warnt vor Alkohol und riskanten Fahrten
Die Polizei weist in diesem Zusammenhang erneut auf die Gefahren von Alkohol im Straßenverkehr hin. Besonders auf Feld- und Waldwegen sei die Unfallgefahr höher, da die Wege oft unbefestigt und mit Schlaglöchern übersät sind. Wer alkoholisiert fährt, riskiere nicht nur die eigene Gesundheit, sondern auch hohe Strafen und den Verlust des Führerscheins. Im Landkreis Günzburg kommt es immer wieder zu ähnlichen Unfällen, bei denen Radfahrer unter Alkoholeinfluss stürzen und sich teils schwer verletzen.
Die Ermittlungen zu dem Vorfall bei Münsterhausen dauern an. Sobald der Blutalkoholwert feststeht, wird die Staatsanwaltschaft über das weitere Vorgehen entscheiden. Der Radler befindet sich unterdessen auf dem Weg der Besserung, wie es aus dem Krankenhaus hieß.



