BR-Radltour im Landkreis Donau-Ries: Nördlingen und Oettingen
BR-Radltour: Nördlingen und Oettingen verbunden

Die dritte Etappe der BR-Radltour hat in dieser Woche den Landkreis Donau-Ries durchquert. Auf der Strecke von Nördlingen nach Oettingen waren zahlreiche Radfahrerinnen und Radfahrer unterwegs, um bei sommerlichen Temperaturen die landschaftliche Schönheit des Rieses zu erleben. Der Start erfolgte auf dem historischen Marktplatz in Nördlingen – eine Kulisse, die bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern für gute Laune sorgte.

Seit über 30 Jahren ein Klassiker

Die BR-Radltour ist eine der ältesten und größten Radveranstaltungen in Deutschland. Seit 1988 ruft der Bayerische Rundfunk diese gemeinsame Aktion ins Leben, um den Freistaat per Zweirad zu entdecken. Was einst als kleine Idee begann, hat sich zu einem Publikumsmagneten entwickelt, der jedes Jahr Tausende in Bewegung bringt.

Im Landkreis Donau-Ries übernimmt die dritte Etappe eine besondere Rolle: Sie verbindet zwei der bedeutendsten Städte der Region. Nördlingen, bekannt für seine vollständig erhaltene Stadtmauer und das Rieskrater-Museum, und Oettingen, das mit seinem Schloss und seiner spannenden Stadtgeschichte glänzt, boten einen abwechslungsreichen Rahmen.

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Ein Tag auf dem Rad

Bereits am Vormittag füllte sich der Nördlinger Marktplatz mit Menschen. Angeboten wurden an zahlreichen Ständen Getränke und regionale Spezialitäten. Lokale Vereine halfen bei der Verpflegung der Teilnehmer. Die Streckenführung war nicht nur für trainierte Radler geeignet, sondern auch für Familien mit Kindern. Ausgeschildert wurden die Wege von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, die an Kreuzungen und Gefahrenstellen für einen geordneten Ablauf sorgten.

Am Nachmittag erreichten die ersten Teilnehmer Oettingen. Im Schatten der Stadtkirche wurden die Radler von einer großen Gruppe Zuschauer empfangen. Auf einer Bühne spielten Musikgruppen, und die örtliche Gastronomie verkaufte Kuchen und Heißgetränke. Die Stimmung war entspannt, die Menschen kamen miteinander ins Gespräch – nicht nur über den Sport, sondern auch über den Erhalt der Radwege und das ländliche Leben.

Sicherheit an erster Stelle

Die Organisatoren der BR-Radltour legen großen Wert auf die Sicherheit aller Beteiligten. Zusammen mit der Verkehrspolizei wurden spezielle Begleitmaßnahmen geplant. An neuralgischen Punkten regelten Streckenposten den Verkehr, und ein Notfallteam war mit einem Fahrzeug entlang der Route stationiert. Für die jüngsten Teilnehmenden gab es eine separate Gruppe, die im moderaten Tempo unterwegs war.

Die Verpflegungsstationen waren nach einem durchdachten Konzept aufgestellt. Rund um die Mittagszeit konnten sich die Fahrer an einem besonders umfangreichen Buffet stärken. Neben Getränken wurden auch Obst und belegte Brote angeboten. Die örtlichen Bauernhöfe hatten Joghurt und Obst vom eigenen Hof gespendet – eine Geste, die bei den Radfahrern bestens ankam.

Kulturelles Rahmenprogramm

Ein Getränkestopp in einem Dorfgemeinschaftshaus zeigte, wie lebendig die Dörfer im Landkreis sind. In einer Ausstellung wurden lokale Kunstwerke und Handwerksarbeiten präsentiert. Die Teilnehmer zeigten sich beeindruckt von der Vielfalt und der herzlichen Gastfreundschaft. Viele machten einen Abstecher in die kleine Kapelle neben der Strecke, um einen Moment der Ruhe zu finden.

In Oettingen selbst war das Programm ähnlich aufwendig. Die Veranstalter hatten eine Moderation aufgebaut, die Wissenswertes über die Region erzählte. Zwischendurch wurden Gutscheine verlost, die für ein regionales Produkt eingelöst werden konnten. Die Verlosung brachte zusätzliche Spannung in die Wartezeit und sorgte für Lacher auf dem Platz.

Ein Gewinn für den Tourismus

Die BR-Radltour wird von den Kommunen im Landkreis ausdrücklich unterstützt. Die Bürgermeister der beteiligten Städte sehen in der Veranstaltung eine Möglichkeit, den Fahrradtourismus in der Region zu fördern. Gerade die Verbindung von Kultur und Natur, wie sie zwischen Nördlingen und Oettingen erfahrbar ist, macht die Tour zu einem Publikumsmagneten. Die Übernachtungszahlen in der Region steigen an den Veranstaltungstagen spürbar, davon profitieren Hotels, Pensionen und Gaststätten.

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Darüber hinaus leistet die Veranstaltung einen Beitrag zur Verkehrswende. Wer einmal erlebt, wie unbeschwert eine Radtour durchs Ries sein kann, lässt das Auto vielleicht häufiger stehen. Die Radinfrastruktur im Landkreis wurde in den vergangenen Jahren weiter ausgebaut – eine Entwicklung, die durch solche Großveranstaltungen zusätzlich beflügelt wird.

Wie es weitergeht

Die dritte Etappe war nur ein Teil der gesamtbayerischen BR-Radltour. Der nächste Halt ist bereits geplant, allerdings nicht mehr im Landkreis Donau-Ries. Die Organisatoren ziehen nach der Veranstaltung eine positive Bilanz: Die Resonanz war einmal mehr überwältigend, und die teilnehmenden Kommunen haben die Tour erfolgreich als Bühne für ihre gastliche Seite genutzt. Es bleibt zu hoffen, dass die BR-Radltour auch in den kommenden Jahren wieder den Weg ins Ries findet.