Der Fußweg am Schäfflerbach im Augsburger Textilviertel ist gesperrt. Die Stadt hat den zentralen Abschnitt aus Sicherheitsgründen abgeriegelt. Anwohner müssen seit Kurzem Umwege über angrenzende Straßen in Kauf nehmen. Wann der Weg wieder freigegeben wird, ist offen.
Sanierungsarbeiten stehen bevor
Nach Auskunft der Stadtverwaltung sind dringende Sanierungsarbeiten erforderlich. Die Uferböschung des Schäfflerbachs sei an mehreren Stellen abgesackt. Untersuchungen hätten ergeben, dass der Weg nicht mehr sicher begehbar sei. Ein Statiker habe die sofortige Sperrung empfohlen.
Das Baureferat der Stadt Augsburg arbeitet nach eigenen Angaben mit Hochdruck an einer Lösung. Zunächst müssten die Schäden im Detail erfasst werden, anschließend werde ein Sanierungsplan erstellt. Ein genauer Zeitplan stehe noch nicht fest, räumte ein Sprecher ein.
Anwohner fordern mehr Transparenz
Nach Angaben von Anwohnern wurden sie nicht rechtzeitig über die Sperrung informiert. Viele hätten erst durch die aufgestellten Bauzäune von der Maßnahme erfahren. Zudem sei die Umleitung nur unzureichend ausgeschildert. Besonders ältere Menschen und Eltern mit Kinderwagen hätten Probleme, den Weg zu finden.
Im Textilviertel wächst der Unmut über die Sperrung. Viele Bewohner kritisieren die fehlende Vorabinformation. Sie fordern, dass die Stadt künftig besser kommuniziert und einen verbindlichen Zeitrahmen für die Arbeiten nennt. Nur so könne man den Alltag planen, heißt es aus der Nachbarschaft.
Auswirkungen auf den Alltag
Der gesperrte Fußweg ist für viele eine wichtige Verbindung zwischen den Wohngebieten und der Innenstadt. Täglich nutzen zahlreiche Personen den Weg auf dem Weg zur Arbeit, zur Schule oder zum Einkaufen. Die Umwege bedeuten für Fußgänger einen erheblichen Zeitverlust und zusätzliche Strapazen.
Besonders betroffen sind Menschen mit Mobilitätseinschränkungen. Der Behindertenbeirat der Stadt hat bereits Bedenken geäußert. Die ausgewiesene Umleitung sei nicht durchgängig barrierefrei. Fußgänger müssten unter anderem Bordsteine überwinden, die für Rollstuhlfahrer problematisch sind.
Stadt verspricht Prüfung
Die Stadtverwaltung zeigt sich für die Kritik offen. In einer ersten Reaktion kündigte das Baureferat an, die Beschilderung der Umleitung zu verbessern. Zudem solle die Informationspolitik bei künftigen Sperrungen überarbeitet werden. Man bitte die Anwohner um Verständnis für die notwendigen Sicherheitsmaßnahmen.
Die Sperrung sei leider unvermeidbar, betonte ein Sprecher. Eine Verzögerung der Bauarbeiten könne zu größeren Schäden führen. Die Sicherheit habe oberste Priorität. Der genaue Umfang der Sanierung werde derzeit eruiert.
Historischer Schäfflerbach
Der Schäfflerbach ist ein historischer Wasserlauf, der das Textilviertel prägt. Er entspringt im Westen der Stadt und fließt durch mehrere Stadtteile. Der Fußweg entlang des Bachs ist nicht nur eine Abkürzung, sondern auch ein beliebtes Naherholungsgebiet. Im Sommer bietet er Schatten, im Frühjahr blühen hier zahlreiche Pflanzen. Deshalb hoffen viele Anwohner, dass die Sperrung nicht allzu lange andauert.
Die Stadt will den Weg so schnell wie möglich wieder zugänglich machen. Eine genaue Dauer könne man derzeit aber nicht nennen, so das Baureferat. Man gehe jedoch davon aus, dass die Bauarbeiten innerhalb der nächsten Monate abgeschlossen sein werden.
Alternativen für Fußgänger
Solange der Weg gesperrt ist, müssen Fußgänger auf angrenzende Routen ausweichen. Die Stadt empfiehlt die Nutzung der parallel verlaufenden Straßen. Zudem seien die Haltestellen des öffentlichen Nahverkehrs über Umgehungsstraßen gut erreichbar. Ein separates Angebot für Radfahrer gibt es derzeit nicht – sie müssen ebenfalls auf die Straßen ausweichen.
Der Bezirksausschuss hat die Verwaltung aufgefordert, die Situation zu entschärfen. In einer Sitzung wurde vorgeschlagen, temporäre Überwege einzurichten. Die Verwaltung will diesen Vorschlag prüfen.
Fazit
Die Sperrung des Fußwegs am Schäfflerbach stellt für das Textilviertel eine erhebliche Einschränkung dar. Anwohner hoffen auf eine schnelle Lösung und transparente Kommunikation. Die Stadt steht in der Pflicht, die notwendigen Arbeiten zügig umzusetzen, um die Lebensqualität im Viertel wiederherzustellen.



