Unwetter über Bayern: Gewitter, Starkregen und Hagel erwartet
Wer am Wochenende in Bayern baden gehen möchte, sollte neben Badekleidung auch einen Regenschirm einpacken. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) prognostiziert für den Süden des Freistaats teils heftige Gewitter bei Temperaturen von 26 Grad im Süden und 28 Grad im Norden. Die Unwetter können Starkregen von etwa 20 Litern pro Quadratmeter, stürmische Böen mit bis zu 70 Kilometern pro Stunde und Hagel mit sich bringen. Im Süden Bayerns sind sogar schwere Sturmböen mit Geschwindigkeiten von bis zu 90 km/h möglich.
Blitzeinschläge verursachen Millionenschäden
Bereits in der vergangenen Nacht führte ein Gewitter zu einem Feuerwehreinsatz: Im Nürnberger Land verursachte ein Blitzeinschlag in einem Dreifamilienhaus mutmaßlich einen Schaden von rund einer Million Euro. Tags zuvor hatte ein Blitz einen Großbrand auf einem Hof im Landkreis Ansbach ausgelöst, bei dem 350 Einsatzkräfte gegen die Flammen kämpften. 28 Rinder konnten gerettet werden, vier Kälber kamen jedoch ums Leben.
Niedrigwasser trotz Regen: Donau mit historisch niedrigem Pegel
Trotz der Gewitter und des Starkregens bleibt der Wassermangel in Bayern ein Thema. Laut dem Bayerischen Landesamt für Umwelt lag der Wasserstand der Donau Mitte Juli am Pegel Pfelling (Landkreis Straubing-Bogen) bei 222 Zentimetern – rund 20 Zentimeter unter dem Wert des Vorjahres. Güterschiffe können die Donau derzeit nur mit reduzierter Ladung passieren, um nicht auf Grund zu laufen. Während normalerweise Schiffe mit einem Fassungsvermögen von 2.000 Tonnen verkehren, sind aktuell nur 300 bis 500 Tonnen möglich. Auch die Personenschifffahrt ist eingeschränkt: Die bei Touristen beliebte Route zwischen Kelheim und dem Kloster Weltenburg kann wegen des Niedrigwassers nicht befahren werden.
Fischer besorgt um Fischbestände
Die niedrigen Wasserstände und hohen Temperaturen in Bayerns Flüssen bereiten den Fischern Sorgen um die Fischbestände. Sie fordern verstärkte Anstrengungen beim Gewässerschutz.
Wassersparmaßnahmen in München: Verbote zeigen Wirkung
In München gelten diverse Verbote zum Wassersparen. In der Landeshauptstadt sowie in gut einem halben Dutzend Umlandgemeinden, die von den Münchner Stadtwerken mitversorgt werden, ist es verboten, private Pools zu befüllen, Rasen zu sprengen und Wasser aus Seen und Flüssen abzupumpen. Nach Angaben der Stadtwerke zeigen die Regelungen bereits erste Erfolge: Der Wasserverbrauch sei auf unter 330 Millionen Liter gesunken und liege damit wieder im durchschnittlichen Bereich, hieß es am Freitag.



