Peterhof in Kühbach geschlossen: Wirt Shukri erklärt das Aus
Peterhof Kühbach schließt: Wirt spricht über Gründe

Der Peterhof in Kühbach hat geschlossen. Das berichtet die Augsburger Allgemeine unter Berufung auf Wirt Ahwad Shukri. In dem Artikel erklärt Shukri, warum der Betrieb nicht mehr weitergeführt werden kann. Die Schließung des Gasthauses markiert das Ende einer langen Gastronomie-Tradition in der Marktgemeinde. Leserinnen und Leser erhalten in dem Bericht exklusive Einblicke in die Entscheidungsprozesse des Wirts.

Was über die Schließung bekannt ist

Aus dem Bericht geht hervor, dass der Peterhof bereits seit einigen Wochen geschlossen ist. Der Wirt bestätigte, dass es keine Wiedereröffnung geben wird. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen hätten sich in den vergangenen Jahren massiv verändert. Steigende Energiekosten, höhere Lebensmittelpreise und ein spürbarer Rückgang der Gäste machten ein Weiterführen unmöglich. Shukri erklärt, dass er lange versucht habe, den Betrieb zu halten. Doch letztlich habe der wirtschaftliche Druck jede Perspektive zunichtegemacht.

Das sagt Wirt Ahwad Shukri zu den Gründen

Im Gespräch mit der Augsburger Allgemeinen wird Shukri deutlich: Der Peterhof war für ihn mehr als nur ein Arbeitsplatz. Er sei ein Ort der Begegnung gewesen, an dem Menschen zusammengekommen seien. Umso schwerer habe ihm die Entscheidung falle, das Haus dauerhaft zu schließen. Shukri macht klar, dass er keine Schuld bei den Gästen sucht. Die veränderten Rahmenbedingungen seien die Hauptursache. Besonders der Fachkräftemangel präge das Tagesgeschäft. Ohne zuverlässiges Personal sei ein Gastronomiebetrieb auf Dauer nicht tragfähig. Auch die Energiepreisexplosion und die Mehrwertkosten hätten den Betrieb zusätzlich belastet.

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So reagiert die Gemeinde

Die Schließung des Peterhofs trifft die Gemeinde hart. Das Gasthaus war nicht nur ein Restaurant, sondern auch ein Treffpunkt für Vereine, Familienfeiern und gesellschaftliche Anlässe. Mit dem Aus fällt dieser Ort weg. Das spüren nicht nur die Stammgäste. Auch die lokale Wirtschaft leidet, denn der Peterhof trug zur Attraktivität des Ortes bei. Viele Einwohner bedauern die Entwicklung. Manche Anwohner hoffen auf eine Nachfolgelösung. Doch wirtschaftlich sind solche Übernahmen aktuell mit hohen Risiken verbunden.

Für die Dorfgemeinschaft bedeutet das Aus auch einen Verlust an Lebensqualität. Ohne den Peterhof fehlt ein Stück Heimat. Vor allem die älteren Bewohner werden die gemütlichen Stunden in der Gaststube vermissen. Stammgäste sind enttäuscht, viele haben hier über Jahre hinweg gefeiert. Sie wenden sich nun an die Gaststätten in der Umgebung, doch den Charme des Peterhofs können diese nicht ersetzen. Die Marktgemeinde steht zudem vor einer städtebaulichen Herausforderung: Ein leerstehendes Wirtshaus im Ortskern wirkt selten einladend. Ideal wäre eine Nachnutzung durch ein Café oder einen Handwerksbetrieb, doch Investoren halten sich angesichts der Kostenlage zurück.

Die Branche ächzt unter den Folgen

Der Fall Peterhof ist kein Einzelfall. Vielen Gastronomiebetrieben in Deutschland geht es ähnlich. Laut einer Umfrage des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga) erwägen rund 25 Prozent der Gastronomen, in den nächsten zwölf Monaten aufzugeben. Die Preise für Gastronomiedienstleistungen sind laut Statistischem Bundesamt im vergangenen Jahr um durchschnittlich 6 Prozent gestiegen. Zugleich wurde die Mehrwertsteuer auf Speisen in Restaurants wieder von 7 auf 19 Prozent erhöht. Diese Mehrbelastung wird vielfach direkt an die Gäste weitergegeben. Der Dehoga fordert seither eine Rückkehr zum ermäßigten Satz, um viele Betriebe vor der Insolvenz zu bewahren.

Die hohen Energiekosten allein sind für viele Betriebe existenzbedrohend. Kommen Personalmangel und Inflation hinzu, bleibt oft nur die Aufgabe. Viele Köche verlassen die Branche, Auszubildende bleiben aus. Die Zahl der Ausbildungsverträge im Gastgewerbe ist laut Dehoga seit Jahren rückläufig. Nach Einschätzung von Branchenkennern wird sich die Situation in den kommenden Monaten weiter verschärfen. Tarifsteigerungen und zusätzliche bürokratische Auflagen erhöhen den Druck auf die Inhaber. In dieser angespannten Lage verwundert die Entscheidung des Wirtes im Peterhof kaum noch.

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Wie es mit dem Peterhof weitergeht

Wie es mit dem Gebäude weitergeht, ist noch offen. Ahwad Shukri zieht sich aus der Gastronomie zurück. Ob ein neuer Betreiber das Haus übernimmt, wird sich zeigen. Der Peterhof hat über Jahrzehnte hinweg die Identität von Kühbach mitgeprägt. Diese Lücke wird nur schwer zu füllen sein. Für die nächste Zeit bleibt die Gemeinde mit der Frage zurück, wie es mit der gastronomischen Versorgung weitergeht. Eine Antwort darauf hat auch die Augsburger Allgemeine in ihrem Artikel nicht.