Wertingens Bürgermeister Andi Seitz: Amtsstart ohne Schonfrist
Wertingen: Amtsstart ohne Schonfrist für Bürgermeister Seitz

Wertingen – Der neue Erste Bürgermeister von Wertingen, Andi Seitz, hat in einem Interview mit der Augsburger Allgemeinen über seine ersten Monate im Amt gesprochen. Sein Fazit: Es war ein Start ohne Schonfrist. Statt einer ruhigen Einarbeitungsphase warteten sofort zahlreiche Entscheidungen, Termine und kleine wie große Probleme auf den Rathauschef.

Die Stadt Wertingen mit ihren rund 9.000 Einwohnerinnen und Einwohnern im Landkreis Augsburg stand vor einem Umbruch. Viele Projekte aus den vergangenen Wahlperioden waren angegangen, aber nicht abgeschlossen. Seitz übernahm ein Amt, das von den Bürgern hohe Erwartungen mit sich bringt. Er wisse, dass er nicht lange auf der Bank sitzen könne, sagte er. Vielmehr gehe es darum, schnell zu liefern.

Ohne Schonfrist: Wie Seitz in Wertingen startete

Die ersten Tage waren ausgefüllt mit Vorstellungsgesprächen, Antrittsbesuchen und Sitzungen. Neuen Herausforderungen begegnete der Bürgermeister mit einer klaren Agenda. Er kündigte an, die Haushaltslage genau zu prüfen und die städtischen Projekte zu priorisieren. Insbesondere die Sanierung der Infrastruktur, die Digitalisierung der Verwaltung und die Entwicklung von Wohnraum nannte er als zentrale Aufgaben.

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In dem Gespräch betonte Seitz, dass er die Zusammenarbeit mit dem Stadtrat und der Verwaltung von Anfang an suche. Entscheidungen sollten nicht im Alleingang fallen, sondern im Dialog. Dies sei besonders wichtig, da viele Themen in den nächsten Jahren die Kommune prägen würden.

Herausforderungen in der Stadtentwicklung

Wertingen steht vor ähnlichen Herausforderungen wie viele bayerische Städte: bezahlbarer Wohnraum, eine attraktive Innenstadt, der Klimaschutz und der Erhalt der Daseinsvorsorge. Seitz zeigte sich bewusst, dass diese Themen nicht von heute auf morgen zu lösen sind. Er will jedoch dafür sorgen, dass die Stadt ihre Eigenständigkeit bewahrt und lebenswert bleibt.

Ein wichtiges Anliegen ist ihm die Verbesserung der digitalen Infrastruktur. Gerade in ländlichen Gebieten sehen sich Bürger oft mit langsamem Internet konfrontiert. Hier strebt Wertingen den Ausbau des Glasfasernetzes an. Auch die Mobilität soll umweltfreundlicher werden – etwa durch den Ausbau von Radwegen und die Stärkung des öffentlichen Nahverkehrs.

Die ersten Erfolge und offene Baustellen

Bilanz nach wenigen Monaten: Seitz hat bereits einige Projekte angestoßen. So wurden die Planungen für die Sanierung des Rathauses konkreter, und erste Gespräche zur Erweiterung der Kinderbetreuung führten zu Ergebnissen. Dennoch bleibt viel zu tun. Der Bürgermeister verwies auf die anstehenden Haushaltsberatungen, die schwierige Entscheidungen erfordern würden.

Er sei zuversichtlich, dass Wertingen gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern gestärkt aus den Herausforderungen hervorgehen werde. Das Miteinander in der Stadt sei stark, sagte Seitz. Dies habe er bereits bei vielen örtlichen Veranstaltungen erfahren.

Ein Amt mit Verantwortung

Der Amtsstart ohne Schonfrist hat Andi Seitz schnell Realität spüren lassen. Nach eigener Aussage wollte er genau diese Verantwortung übernehmen, um die Geschicke der Stadt aktiv mitzugestalten. Der Enthusiasmus und der Wille zur Gestaltung sind ihm anzumerken. Ob die Pläne aufgehen, wird sich in den kommenden Jahren zeigen.

Für Wertingen bleibt festzuhalten: Mit Andi Seitz führt nun ein Bürgermeister die Stadt, der auf eine enge Zusammenarbeit mit den Bürgerinnen und Bürgern setzt. Sein Antritt war kein sanfter Einstieg – doch genau diese Erfahrung könnte ihm helfen, die Stadt mutig in die Zukunft zu führen.

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