Bad Wörishofen: Neue Klassenzimmer in Ziegel-Modulbauweise
Bad Wörishofen: Neue Klassenzimmer in Modulbauweise

Die Stadt Bad Wörishofen erweitert eine ihrer Schulen um moderne Klassenzimmer in Modulbauweise. Dabei setzt die Kommune auf eine ungewöhnliche Kombination: Fertigteile aus Ziegelsteinen, die vor Ort zusammengesetzt werden. Das Projekt ist Teil einer Reihe von Baumaßnahmen, um den steigenden Schülerzahlen gerecht zu werden.

Bedarf an neuen Räumen wächst

Wie aus dem Rathaus zu erfahren war, ist der Bedarf an zusätzlichen Unterrichtsräumen in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Die bestehenden Gebäude sind vielerorts an ihre Kapazitätsgrenzen gestoßen. Die neu errichteten Klassenzimmer sollen an einem der Schulstandorte in Bad Wörishofen entstehen und den Unterrichtsbetrieb spürbar entlasten.

Die Entscheidung für die Modulbauweise hat einen praktischen Hintergrund: Die einzelnen Ziegel-Module werden in einer Fertigungshalle vorgefertigt und anschließend zur Baustelle geliefert. Dort werden sie innerhalb weniger Tage zu vollwertigen Klassenzimmern zusammengesetzt. Diese Methode reduziert die Bauzeit erheblich und spart gleichzeitig Lärm und Schmutz während des Schulbetriebs.

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Warum ausgerechnet Ziegel?

Die Wahl fiel auf Ziegel, weil dieser Baustoff mehrere Vorteile bietet. Ziegel sind robust und langlebig, bieten einen guten Schallschutz und sorgen für ein angenehmes Raumklima. Im Sommer halten sie die Hitze ab, im Winter speichern sie die Wärme. Für Schulräume, in denen Konzentration gefragt ist, sind diese Eigenschaften besonders wichtig.

Ein weiterer Aspekt ist die Nachhaltigkeit. Ziegel bestehen aus natürlichen Rohstoffen und können am Ende ihrer Lebensdauer nahezu vollständig recycelt werden. Die Module sind so konzipiert, dass sie bei Bedarf auch wieder demontiert und an anderer Stelle eingesetzt werden können. Das macht die Bauweise flexibel und zukunftsfähig.

Zügige Umsetzung geplant

Die Stadtverwaltung rechnet damit, dass die Arbeiten zügig voranschreiten. Die Module werden weitgehend in der Fertigungshalle produziert, während auf dem Schulgelände bereits die Fundamente vorbereitet werden. Dadurch lässt sich die reine Bauzeit auf wenige Wochen begrenzen. Die neuen Klassenzimmer sollen dann schon bald den Schülern zur Verfügung stehen.

Der Einsatz von Ziegelmodulen ist in der Region bislang selten. Üblicherweise werden modulare Anbauten aus Holz oder Stahl errichtet. Mit dem Projekt in Bad Wörishofen betritt die Stadt gewissermaßen Neuland und sammelt Erfahrungen mit einer Bauweise, die möglicherweise Vorbild für künftige Schulbauvorhaben sein könnte.

Ein Beitrag zur Schulentwicklung

Die neuen Klassenzimmer sind jedoch nicht nur als kurzfristige Lösung gedacht. Sie sind Teil einer langfristigen Schulentwicklungsplanung, die den wachsenden Bedarf an Bildungsflächen in der Kurstadt berücksichtigt. Bereits in der Planungsphase wurden die Schulleitung und die Lehrkräfte einbezogen, um die Räume an die pädagogischen Anforderungen anzupassen. Weitere Maßnahmen sind nicht ausgeschlossen, sollte der Bedarf weiter steigen.

Die Finanzierung des Projekts ist nach Informationen aus dem Rathaus gesichert. Die Stadt hat die erforderlichen Mittel bereits im Haushalt eingeplant. Die Freude auf Schülerseite ist bereits groß. Die Aussicht auf helle, neue Räume mit moderner Ausstattung kommt gut an. Die Stadt hofft, dass die neuen Klassenzimmer nicht nur die räumliche Situation verbessern, sondern auch zur Lernqualität beitragen.

Blick in die Zukunft

Das Projekt zeigt, wie Kommunen auf akuten Platzmangel in Schulen reagieren können, ohne langwierige Bauphasen in Kauf nehmen zu müssen. Die Kombination aus Modulbauweise und Ziegel sowie die Vorfertigung abseits der Baustelle machen es möglich, innerhalb kürzester Zeit funktionale und ästhetische Räume zu schaffen.

Bad Wörishofen ist als Kneipp-Kurort bekannt und legt daher traditionell Wert auf Gesundheit und Nachhaltigkeit. Die Wahl des Baumaterials Ziegel passt zu diesem Selbstverständnis. Ob die Stadt mit diesem Ansatz Schule macht, bleibt abzuwarten. Die Verantwortlichen zeigen sich jedenfalls zuversichtlich, dass die neuen Klassenzimmer den Unterrichtsbetrieb spürbar verbessern werden. Die ersten Reaktionen aus der Elternschaft und der Lehrerschaft sind positiv.

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