Königsbrunns 43-Millionen-Mittelschule wird teurer
Mittelschule Königsbrunn: Kosten steigen weiter

Die Sanierung der Mittelschule Königsbrunn wird deutlich teurer als geplant. Statt der ursprünglich veranschlagten 43 Millionen Euro werden nun voraussichtlich rund 50 Millionen Euro benötigt. Das gab die Stadtverwaltung in der jüngsten Sitzung des Stadtrats bekannt. Die Mehrkosten von etwa sieben Millionen Euro sind auf gestiegene Baupreise und unerwartete Schäden am Gebäude zurückzuführen.

Gründe für die Kostensteigerung

Nach Angaben der Stadtverwaltung haben sich die Baukosten im Vergleich zur Planung erheblich erhöht. „Die Preise für Baumaterialien und Handwerkerleistungen sind in den letzten Monaten stark gestiegen“, erklärte Baureferent Thomas Müller. Zudem seien bei den Arbeiten an der Fassade zusätzliche Schäden entdeckt worden, die nicht eingeplant waren. „Die Bausubstanz ist in einem schlechteren Zustand als ursprünglich angenommen“, so Müller.

Die Sanierung der Mittelschule ist eines der größten Bauprojekte der Stadt Königsbrunn. Sie umfasst die komplette Modernisierung des Schulgebäudes, die Erneuerung der Fassade, die Sanierung der Dächer sowie die Renovierung der Innenräume. Auch die technische Ausstattung soll auf den neuesten Stand gebracht werden.

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Aktueller Stand der Arbeiten

Die Arbeiten an der Fassade laufen bereits seit mehreren Monaten. Laut Stadtverwaltung sind etwa 60 Prozent der Fassadenarbeiten abgeschlossen. Die Fertigstellung des Gesamtprojekts ist weiterhin für das Jahr 2026 geplant. Allerdings könnte sich der Zeitplan durch die zusätzlichen Arbeiten verzögern.

Der Stadtrat muss nun über die zusätzlichen Mittel entscheiden. In der nächsten Sitzung sollen die Mehrkosten formell beschlossen werden. Die Stadtverwaltung schlägt vor, die Mehrkosten aus Rücklagen zu finanzieren. Allerdings ist unklar, ob dies ohne weitere Einschnitte im städtischen Haushalt möglich ist.

Reaktionen aus der Politik

Die Reaktionen aus dem Stadtrat sind gemischt. Während die Fraktion der CSU die Kostensteigerung als „ärgerlich, aber notwendig“ bezeichnete, kritisierte die SPD die mangelnde Weitsicht der Stadtverwaltung. „Man hätte die Kostenentwicklung früher erkennen müssen“, sagte SPD-Fraktionschef Michael Schmidt. Die Grünen forderten eine genaue Aufschlüsselung der Mehrkosten und eine bessere Kontrolle der Bauausgaben.

Die Mittelschule Königsbrunn wird derzeit von etwa 600 Schülern besucht. Während der Bauarbeiten werden die Klassen teilweise in Containern unterrichtet, die auf dem Schulgelände aufgestellt wurden. Der Unterrichtsbetrieb soll durch die Sanierung nicht beeinträchtigt werden.

Ausblick und Bedeutung für die Stadt

Die Sanierung der Mittelschule ist ein zentrales Projekt für die Stadt Königsbrunn. Sie soll die Bildungseinrichtung zukunftsfähig machen und den Schülern moderne Lernbedingungen bieten. Die Stadt investiert damit in die Zukunft ihrer Kinder und Jugendlichen.

Trotz der Kostensteigerung hält die Stadtverwaltung an dem Projekt fest. „Wir müssen die Schule sanieren, das ist unumgänglich“, betonte Oberbürgermeister Stefan Müller. Die Mehrkosten seien zwar schmerzhaft, aber notwendig, um die Schule in einem guten Zustand zu erhalten.

Die endgültige Entscheidung über die Finanzierung wird in der kommenden Stadtratssitzung erwartet. Bis dahin will die Verwaltung detaillierte Unterlagen zu den Mehrkosten vorlegen.

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