Sieben Festnahmen nach Schüssen in Köln-Mülheim
Sieben Festnahmen nach Schüssen in Köln

Nach einem Schusswaffen-Vorfall im Kölner Stadtteil Mülheim hat die Polizei insgesamt sieben Personen festgenommen. Unter den Festgenommenen befinden sich nach Angaben der Ermittler die vier Menschen, die bei der Auseinandersetzung am Montagabend verletzt wurden, sowie zwei 19-jährige Tatverdächtige und ein 21-Jähriger. Die Staatsanwaltschaft prüft derzeit, ob Haftbefehle beantragt werden können.

Was geschah in der Nacht?

Gegen 22 Uhr eskalierte am Montagabend ein Streit in Köln-Mülheim. Eine 39-jährige Frau und ein 42-jähriger Mann erlitten Schussverletzungen, zwei weitere Männer im Alter von 24 und 48 Jahren wurden durch Stiche verletzt. Drei der vier Verletzten befinden sich weiterhin in Krankenhäusern, wie die Polizei mitteilte.

Die genauen Hintergründe der Tat sind noch unklar. Die Polizei hat Hinweise, dass die Auseinandersetzung durch „Streitigkeiten“ zwischen zwei Familien ausgelöst worden sein könnte. Eine Mordkommission wurde noch in der Nacht eingerichtet, um die Ermittlungen zu koordinieren.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Ermittlungen laufen auf Hochtouren

Kriminalpolizisten werten derzeit Spuren und Zeugenaussagen aus, um den genauen Tatablauf zu rekonstruieren. Die Staatsanwaltschaft prüft nach eigenen Angaben, ob Haftbefehle gegen die Festgenommenen beantragt werden können. Über die Ergebnisse der Prüfung wurde zunächst nichts bekannt.

Der Vorfall ereignete sich in einem Stadtteil, der in der Vergangenheit immer wieder durch Gewaltdelikte aufgefallen ist. Mülheim gilt als einer der Brennpunkte in Köln mit einer überdurchschnittlich hohen Kriminalitätsrate.

Kontext: Waffenverbotszone in Mülheim

Erst im März wurde in Mülheim ein Restaurantbesucher ausgeraubt, nachdem er mit einer Waffe bedroht worden war. Seit 2024 gibt es in dem Stadtteil die erste permanente Waffenverbotszone in Nordrhein-Westfalen. Diese Maßnahme wurde eingeführt, um die Sicherheit in dem Gebiet zu erhöhen und Waffengewalt einzudämmen.

Die Polizei bittet weiterhin um Hinweise aus der Bevölkerung, die zur Aufklärung der Tat beitragen können. Zeugen, die etwas beobachtet haben, werden gebeten, sich bei der Polizei Köln zu melden.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration