Ein 24 Jahre alter Mann ist am späten Mittwochnachmittag in der Potsdamer Innenstadt Opfer eines brutalen Angriffs geworden. Nach Angaben der Polizei wurde der Mann in der Friedrich-Ebert-Straße von einem Jugendlichen mehrfach ins Gesicht geschlagen und, nachdem er zu Boden gestürzt war, getreten. Das Opfer erlitt Verletzungen und musste nach einer Erstversorgung durch Rettungskräfte in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Der Täter konnte gemeinsam mit seinen Begleitern unerkannt fliehen.
Verbale Auseinandersetzung eskalierte
Der Vorfall ereignete sich gegen 17:30 Uhr, als der 24-Jährige eine etwa sechsköpfige Jugendgruppe ansprach und sie aufforderte, den Gehweg anstelle der Straße zu nutzen. Die Gruppe kam der Aufforderung zunächst nach, doch dann eskalierte die Situation. Einer der Jugendlichen schlug dem Mann unvermittelt mehrfach ins Gesicht. Als das Opfer infolge der Schläge hinfiel, trat der Angreifer weiter auf ihn ein. Die Polizei leitete sofort eine Fahndung im Umfeld ein, konnte den Tatverdächtigen jedoch nicht mehr stellen. Die Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung wurden aufgenommen.
Hintergrund und Ermittlungen
Die Polizei sucht nun nach Zeugen, die die Tat beobachtet haben oder Hinweise auf die Identität des Täters geben können. Es wird vermutet, dass es sich bei dem Angreifer um einen Jugendlichen im Alter von etwa 15 bis 17 Jahren handelt. Die Gruppe bestand aus mehreren Personen, die nach der Tat in unterschiedliche Richtungen flohen. Die Beamten bitten die Bevölkerung um Mithilfe. Angesichts der zunehmenden Gewaltdelikte in Potsdams Innenstadt, insbesondere unter Beteiligung Jugendlicher, hat die Polizei ihre Präsenz in dem Bereich verstärkt. Laut aktueller Kriminalstatistik ist die Zahl der Körperverletzungen in der Potsdamer Innenstadt im Vergleich zum Vorjahr um rund zehn Prozent gestiegen. Die Polizei appelliert an Bürger, bei Konflikten nicht selbst einzugreifen, sondern umgehend den Notruf zu wählen.
Reaktionen und Folgen
Der Vorfall hat in der Stadt Bestürzung ausgelöst. Der 24-Jährige wird weiterhin im Krankenhaus behandelt; über die Schwere seiner Verletzungen machte die Polizei keine weiteren Angaben. Die Ermittler prüfen nun, ob die Tat einen fremdenfeindlichen Hintergrund haben könnte, da das Opfer ausländischer Herkunft ist. Bislang gibt es jedoch keine konkreten Hinweise darauf. Die Polizei hat zudem die Überwachungskameras in der Friedrich-Ebert-Straße ausgewertet, um den Tathergang zu rekonstruieren und den Flüchtigen zu identifizieren. Wer sachdienliche Hinweise geben kann, wird gebeten, sich unter der Telefonnummer 0331-5500 an die Polizeidirektion West zu wenden.



