Die Kurstadt Bad Wörishofen im Unterallgäu wird im Jahr 2026 offiziell den Titel „Rosenstadt“ tragen. Das gab die Stadtverwaltung bekannt. Mit einem umfangreichen Programm aus Rosenkongress, Rosenwettbewerb, Rosenmarmelade und der Wahl einer Rosenkönigin will die Stadt ihre Verbundenheit mit der Blume unterstreichen und den Tourismus ankurbeln.
Hintergrund: Die Rose als Symbol der Stadt
Die Rose hat in Bad Wörishofen eine lange Tradition. Bereits seit Jahrzehnten zieren Rosen die öffentlichen Anlagen und Gärten der Stadt. Mit dem Projekt „Rosenstadt 2026“ möchte die Kommune dieses Erbe sichtbar machen und gleichzeitig neue Akzente setzen. Oberbürgermeister Stefan Welzel betonte in einer ersten Stellungnahme: „Die Rose ist ein fester Bestandteil unserer Stadtidentität. Mit dem Titel Rosenstadt wollen wir diese Identität stärken und Besuchern ein einzigartiges Erlebnis bieten.“
Geplante Veranstaltungen und Aktionen
Das Programm für das Rosenjahr 2026 ist vielfältig. Höhepunkt soll ein internationaler Rosenkongress sein, zu dem Experten aus ganz Europa erwartet werden. Themen sind unter anderem Rosenzüchtung, Pflege und die wirtschaftliche Bedeutung der Rose. Zudem ist ein Rosenwettbewerb geplant, bei dem Hobbygärtner ihre schönsten Züchtungen präsentieren können. Eine Jury wird die Gewinner in verschiedenen Kategorien küren.
Ein besonderes Highlight wird die Wahl einer Rosenkönigin sein. Bewerberinnen können sich ab sofort melden. Die Rosenkönigin wird die Stadt während des gesamten Rosenjahres bei Veranstaltungen repräsentieren. Darüber hinaus sollen lokale Produkte wie Rosenmarmelade und Rosenlikör hergestellt und vermarktet werden. Die Stadtwerke planen zudem die Anlage neuer Rosengärten und die Aufstellung von Rosen-Skulpturen im öffentlichen Raum.
Wirtschaftliche Impulse und Tourismusförderung
Die Stadt erhofft sich von dem Projekt deutliche wirtschaftliche Impulse. Der Tourismus ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in Bad Wörishofen. Jährlich übernachten rund 1,5 Millionen Gäste in der Stadt. Mit dem Rosenjahr sollen zusätzliche Besucher angezogen werden. Die Stadtverwaltung rechnet mit einem Anstieg der Übernachtungszahlen um bis zu zehn Prozent im Jahr 2026. Auch die örtliche Gastronomie und der Einzelhandel sollen von dem Projekt profitieren.
Kooperationen und Finanzierung
Für die Umsetzung des Projekts sucht die Stadt Partner aus Wirtschaft und Vereinen. Bereits zugesagt haben die örtliche Gärtnerei und der Verschönerungsverein. Die Finanzierung erfolgt über den städtischen Haushalt sowie über Fördermittel des Freistaats Bayern. Die Gesamtkosten werden auf rund 500.000 Euro geschätzt. Ein Teil des Geldes fließt in die Neugestaltung des Kurparks, der das Zentrum der Rosenstadt bilden soll.
Stimmen aus der Bevölkerung
Die Ankündigung stößt in der Bevölkerung auf positive Resonanz. „Ich freue mich riesig auf das Rosenjahr. Das wird ein Fest für die ganze Stadt“, sagt die Bäckerin Anna Müller aus Bad Wörishofen. Auch der Hotelier Thomas Berger zeigt sich optimistisch: „Das Rosenjahr wird uns viele neue Gäste bringen. Wir bereiten uns schon jetzt darauf vor.“
Ausblick: Nachhaltige Wirkung geplant
Das Projekt Rosenstadt soll nicht nur ein einmaliges Ereignis sein. Die Stadt plant, die Rosenkultur dauerhaft zu etablieren. So sollen die neuen Rosengärten auch nach 2026 gepflegt und erweitert werden. Zudem ist geplant, den Rosenkongress künftig alle zwei Jahre auszurichten. Damit will Bad Wörishofen langfristig als „Stadt der Rosen“ wahrgenommen werden.



