Betrunkener Radfahrer verursacht Unfall bei Niederstimm
Betrunkener Radfahrer verursacht Unfall

Ein betrunkener Radfahrer hat am Radweg bei Niederstimm einen Unfall verursacht. Das bestätigte ein Polizeisprecher auf Anfrage. Der Vorfall ereignete sich in den vergangenen Stunden. Genauere Angaben zu Zeitpunkt und Hergang wollte die Polizei zunächst nicht machen, da die Ermittlungen noch andauern.

Der Radfahrer war nach ersten Erkenntnissen alkoholisiert, als er auf dem Radweg zwischen Niederstimm und der Nachbargemeinde unterwegs war. Offenbar verlor er die Kontrolle über sein Fahrrad und stieß mit einem anderen Verkehrsteilnehmer zusammen. Ob bei dem Unfall jemand verletzt wurde, blieb zunächst unklar.

Polizei sucht Zeugen

Die Polizeiinspektion Neuburg an der Donau hat die Ermittlungen aufgenommen. Beamte sicherten Spuren am Unfallort und befragten Beteiligte. Ein freiwilliger Atemalkoholtest bei dem Radfahrer habe einen Wert ergeben, der deutlich über dem erlaubten Grenzwert liege, so der Sprecher weiter. Die genaue Blutalkoholkonzentration werde nun durch eine Blutentnahme festgestellt.

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Die Beamten weisen darauf hin, dass auch für Radfahrer eine Promillegrenze von 1,6 Promille gilt. Wer darüber liegt, muss mit einer Geldstrafe, Punkten in Flensburg und unter Umständen mit dem Entzug der Fahrerlaubnis rechnen. Zudem droht ein Strafverfahren wegen Gefährdung des Straßenverkehrs.

Unfallfolgen und rechtliche Konsequenzen

Alkohol am Steuer eines Fahrrads ist kein Kavaliersdelikt. Wer mit 1,6 Promille oder mehr einen Unfall verursacht, begeht eine Straftat. In diesem Fall ermittelt die Staatsanwaltschaft. Der betroffene Radfahrer muss mit einer Anklage rechnen. Zudem können zivilrechtliche Schadensersatzansprüche auf ihn zukommen, falls der Unfall Schäden an Sachwerten oder Gesundheit verursacht hat.

Der Radweg, auf dem sich der Vorfall ereignete, ist bei Ausflüglern beliebt. Er verläuft entlang der Donau und wird häufig von Pendlern und Freizeitsportlern genutzt. Unfälle mit alkoholisierten Radfahrern sind in der Region immer wieder ein Thema. Laut Polizei gab es in den letzten Jahren mehrere ähnlich gelagerte Fälle, bei denen Fahrradfahrer unter Alkoholeinfluss stürzten oder andere gefährdeten.

Prävention und Appelle

Die Polizei appelliert an alle Radfahrer, nach dem Genuss von Alkohol nicht aufs Rad zu steigen. Schon ab 0,5 Promille drohen bei einem Unfall haftungsrechtliche Konsequenzen, auch wenn die Promillegrenze für eine Straftat erst bei 1,6 liegt. „Fahrradfahren unter Alkoholeinfluss wird oft unterschätzt. Dabei ist das Unfallrisiko erheblich erhöht“, warnt ein Verkehrsexperte der Polizei. In diesem Sinne sei der Vorfall von Niederstimm ein weiteres Beispiel für die Gefahren, die von alkoholisierten Radfahrern ausgehen.

Die Ermittler bitten Personen, die den Unfall beobachtet haben oder Angaben zum Hergang machen können, sich bei der Polizeiinspektion Neuburg unter der Telefonnummer 08431/67-0 zu melden. Zeugenaussagen könnten helfen, den genauen Ablauf zu rekonstruieren und die Schuldfrage eindeutig zu klären.

Hintergrund: Alkohol im Straßenverkehr

In Deutschland gelten für Radfahrer dieselben Promillegrenzen wie für Autofahrer, was die relative Fahruntüchtigkeit betrifft. Bereits ab 0,3 Promille kann eine Straftat vorliegen, wenn alkoholbedingte Ausfallerscheinungen wie Schlangenlinienfahren oder ein Unfall hinzukommen. Die absolute Fahruntüchtigkeit wird bei Radfahrern ab 1,6 Promille angenommen, ab 1,1 Promille bei Kraftfahrzeugführern. Die Polizei kontrolliert regelmäßig auch Radfahrer im Straßenverkehr, insbesondere an Wochenenden und bei Veranstaltungen.

Der Vorfall bei Niederstimm hat auch in den sozialen Medien Diskussionen ausgelöst. Viele Nutzer fordern härtere Strafen für alkoholisierte Radfahrer. Andere weisen darauf hin, dass Fahrräder keine Kraftfahrzeuge seien und daher geringere Risiken bestünden. Die Polizei hält dagegen: „Bei einem Unfall kann auch ein Radfahrer schwere Verletzungen erleiden oder andere schwer verletzen.“ Die Ermittlungen zu dem konkreten Fall werden voraussichtlich noch einige Tage dauern.

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