Nach den ersten 100 Tagen im Amt zieht Schwabmünchens neuer Bürgermeister Stefan Kerle eine erste Bilanz. Der 45-Jährige, der im März die Nachfolge von Wolfgang Bader angetreten hat, sieht die Stadt gut aufgestellt, nennt aber auch konkrete Herausforderungen für die kommenden Jahre.
Erste Projekte und Begegnungen
In den ersten Wochen standen vor allem Gespräche mit Mitarbeitern der Stadtverwaltung, Vertretern von Vereinen und Unternehmen sowie Bürgern auf dem Programm. „Ich habe viele positive Rückmeldungen erhalten und spüre eine große Aufbruchstimmung“, sagt Kerle. Besonders wichtig sei ihm der direkte Kontakt zu den Menschen, betont er.
Ein erstes konkretes Projekt, das Kerle angestoßen hat, ist die Digitalisierung der Stadtverwaltung. So sollen künftig mehr Dienstleistungen online angeboten werden. „Das ist ein wichtiger Schritt, um die Verwaltung bürgerfreundlicher zu machen“, erklärt der Bürgermeister.
Herausforderungen: Wohnraum und Verkehr
Als größte Herausforderungen sieht Kerle den Mangel an bezahlbarem Wohnraum und die Verkehrssituation. „Wir brauchen dringend neuen Wohnraum, insbesondere für junge Familien und Senioren“, sagt er. Die Stadt plane daher neue Baugebiete, aber auch die Nachverdichtung im Bestand werde geprüft.
Beim Thema Verkehr setzt Kerle auf eine Stärkung des öffentlichen Nahverkehrs und den Ausbau von Radwegen. „Die Mobilität der Zukunft ist vielfältig, und wir müssen die richtigen Weichen stellen“, so der Bürgermeister.
Finanzielle Lage und Investitionen
Trotz der Herausforderungen sieht Kerle die finanzielle Lage der Stadt als solide an. Die Gewerbesteuereinnahmen seien stabil, und die Stadt habe einen ausgeglichenen Haushalt vorgelegt. Dennoch müssten Investitionen sorgfältig geplant werden.
Zu den geplanten Projekten gehören der Ausbau der Kinderbetreuung, die Sanierung von Schulen und die Weiterentwicklung des Stadtparks. „Wir wollen in die Zukunft investieren, ohne die Handlungsfähigkeit der Stadt zu gefährden“, betont Kerle.
Bürgernähe und Kommunikation
Kerle kündigt an, regelmäßig Bürgerversammlungen abzuhalten und eine Online-Plattform für Bürgerbeteiligung einzurichten. „Ich möchte, dass die Bürgerinnen und Bürger an wichtigen Entscheidungen teilhaben können“, sagt er. Transparenz und Dialog seien ihm ein zentrales Anliegen.
Der Bürgermeister zieht insgesamt ein positives Fazit: „Die ersten 100 Tage haben mir gezeigt, dass Schwabmünchen eine lebendige und engagierte Stadt ist, in der viele Menschen bereit sind, sich für das Gemeinwohl einzusetzen.“



