Bei einem schweren Sturm am Bodensee sind am Samstagabend sieben Menschen von einem sinkenden Floß gerettet worden. Das Floß war in Seenot geraten und drohte zu sinken. Die Rettungskräfte wurden gegen 18 Uhr alarmiert, wie die Polizei mitteilte.
Einsatz von Feuerwehr und DLRG
Die Freiwillige Feuerwehr Friedrichshafen und die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) waren mit mehreren Booten im Einsatz. Sie konnten alle sieben Personen unverletzt von dem Floß retten. Das Floß war auf dem Bodensee zwischen Friedrichshafen und Langenargen unterwegs, als der Sturm aufzog.
Nach Angaben der Polizei hatten die sieben Menschen das Floß selbst gebaut und wollten damit eine Tour über den See machen. Doch die Wetterbedingungen verschlechterten sich plötzlich, der Wind drehte und die Wellen wurden höher. Das Floß begann Wasser zu nehmen und sank zunehmend.
Alarmierung und Rettung
Ein aufmerksamer Zeuge an Land bemerkte die Notlage und alarmierte die Rettungskräfte. Die Einsatzkräfte waren schnell vor Ort und konnten die Personen von dem Floß holen, bevor es vollständig sank. „Es war eine sehr dynamische Lage, aber wir konnten alle sicher an Bord nehmen“, sagte ein Sprecher der Feuerwehr.
Die Geretteten wurden an Land gebracht und von Rettungssanitätern untersucht. Sie blieben unverletzt und mussten nicht ins Krankenhaus. Das Floß selbst sank und wurde später von der Wasserschutzpolizei geborgen.
Wetterwarnung für den Bodensee
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte für den Bodensee vor starken Böen gewarnt. In den Abendstunden zogen Gewitter auf, die mit Sturmböen von bis zu 70 Kilometern pro Stunde einhergingen. Die Polizei warnt in diesem Zusammenhang erneut vor den Gefahren bei solchen Wetterlagen.
„Solche Aktionen sind bei aufziehenden Gewittern extrem gefährlich. Wir raten dringend davon ab, bei Unwetterwarnungen auf den See zu fahren“, so ein Polizeisprecher. Die Rettungsaktion verlief ohne Zwischenfälle, und die Einsatzkräfte konnten nach etwa einer Stunde wieder einrücken.
Hintergrund: Häufige Unfälle bei Gewittern
Immer wieder kommt es auf dem Bodensee zu Zwischenfällen, wenn Wetterfronten aufziehen. Segler und Wassersportler werden von plötzlichen Böen überrascht. Die Behörden empfehlen, vor dem Start die Wetterlage zu prüfen und bei Warnungen an Land zu bleiben. Die Rettungskräfte appellieren an die Vernunft der Freizeitsportler.
Die sieben Personen, die sich in Lebensgefahr begeben hatten, zeigten sich nach der Rettung erleichtert. Sie bedankten sich bei den Einsatzkräften. Die Polizei hat die Ermittlungen zum genauen Ablauf aufgenommen.



