Angesichts der anhaltenden Hitzewelle mit Temperaturen von bis zu 40 Grad stellt die Stadt Frankfurt am Main ab sofort Kühlbusse für obdachlose Menschen bereit. Die Fahrzeuge sind mit Klimaanlagen ausgestattet und bieten Schutz vor der extremen Hitze. Das gab das Sozialdezernat der Stadt am Donnerstag bekannt.
Kühlbusse als Reaktion auf Hitzewelle
Die Kühlbusse sind Teil eines Maßnahmenpakets, das die Stadt in Zusammenarbeit mit der Frankfurter Diakonie und der Caritas umsetzt. Die Busse sind an zentralen Orten in der Innenstadt stationiert, wo sich viele obdachlose Menschen aufhalten. „Wir wollen verhindern, dass Menschen an den Folgen der Hitze erkranken oder sogar sterben“, sagte Sozialdezernentin Elke Voitl (Grüne) laut einer Pressemitteilung.
Die Temperaturen in Frankfurt erreichen in diesen Tagen Spitzenwerte von bis zu 40 Grad Celsius. Für obdachlose Menschen ist das besonders gefährlich, da sie oft keinen Zugang zu kühlen Räumen oder ausreichend Wasser haben. Die Kühlbusse bieten eine Möglichkeit, sich abzukühlen und Flüssigkeit aufzunehmen.
Weitere Hilfsangebote der Stadt
Zusätzlich zu den Kühlbussen hat die Stadt ihre Hilfsangebote ausgeweitet. So werden an verschiedenen Stellen kostenlose Wasserflaschen verteilt, und die Öffnungszeiten von Beratungsstellen wurden verlängert. Auch die Übernachtungsmöglichkeiten für Obdachlose wurden aufgestockt, um den Menschen auch in der Nacht Schutz vor der Hitze zu bieten.
Die Stadt Frankfurt reagiert damit auf eine Empfehlung des Deutschen Wetterdienstes, der vor extremer Hitzebelastung gewarnt hatte. „Die Gesundheit der Menschen hat oberste Priorität“, betonte Voitl. Die Kühlbusse sollen so lange im Einsatz bleiben, wie die Hitzewelle anhält.
Zusammenarbeit mit Hilfsorganisationen
Die Diakonie und die Caritas unterstützen die Aktion, indem sie Personal stellen und die Busse betreuen. Sie weisen Obdachlose auf das Angebot hin und verteilen auch Informationen über weitere Hilfsmöglichkeiten. „Viele Betroffene wissen nicht, wo sie Hilfe bekommen können“, sagte ein Sprecher der Diakonie. „Die Kühlbusse sind ein niedrigschwelliges Angebot, das direkt dort ankommt, wo die Menschen sind.“
Die Stadt prüft derzeit, ob das Angebot auch in den kommenden Sommern fortgeführt werden kann. Angesichts des Klimawandels sei damit zu rechnen, dass Hitzewellen häufiger auftreten, so das Sozialdezernat. Man wolle langfristig Vorsorge treffen.



