40 Jahre Malteser in Günzburg: Ein Jubiläum mit Herz
40 Jahre Malteser in Günzburg: Ein Jubiläum

Seit vier Jahrzehnten sind die Malteser in Günzburg ein fester Bestandteil der Notfallhilfe und des sozialen Miteinanders. Zum runden Jubiläum zogen die Verantwortlichen eine beeindruckende Bilanz: Rund 40.000 Stunden ehrenamtlicher Einsatz haben die Helferinnen und Helfer in dieser Zeit geleistet. Das entspricht einer kontinuierlichen Präsenz, die in der Region ihresgleichen sucht.

Ein Fest für die ganze Stadt

Am vergangenen Wochenende feierten die Malteser ihr 40-jähriges Bestehen mit einem großen Fest auf dem Gelände der Dienststelle. Zahlreiche Gäste aus Politik, Kirche und Bevölkerung folgten der Einladung. Oberbürgermeister Gerhard Jauernig lobte in seiner Rede das unermüdliche Engagement der Ehrenamtlichen: „Die Malteser sind aus unserer Stadt nicht mehr wegzudenken. Sie sind ein Vorbild an Nächstenliebe und Einsatzbereitschaft.“

Neben einem ökumenischen Gottesdienst gab es ein buntes Programm für die ganze Familie. Besonders die Vorführungen der Rettungshundestaffel und die Fahrzeugschau zogen viele Besucher an. Auch die jüngsten Gäste kamen auf ihre Kosten: Bei einer Hüpfburg und verschiedenen Mitmach-Aktionen konnten sie spielerisch lernen, wie man im Notfall richtig handelt.

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Von der Gründung bis heute: Eine Erfolgsgeschichte

Die Geschichte der Malteser in Günzburg begann 1984 mit einer kleinen Gruppe engagierter Bürger. Anfangs konzentrierte sich die Arbeit auf den Sanitätsdienst und die Ausbildung in Erster Hilfe. Im Laufe der Jahre kamen zahlreiche Aufgabenfelder hinzu: der Katastrophenschutz, die soziale Arbeit mit Senioren und Flüchtlingen sowie die Ausbildung von Schulsanitätern.

Heute zählt die Gliederung rund 120 aktive Mitglieder, davon etwa 30 Jugendliche. Die Jugendgruppe wurde vor 25 Jahren gegründet und ist seitdem ein wichtiger Baustein der Nachwuchsgewinnung. „Ohne unsere Jugend könnten wir die Zukunft nicht gestalten. Sie bringt frische Ideen und Begeisterung in unsere Arbeit“, betont Stadtbeauftragter Michael Schmid.

Mehr als nur Sanitätsdienst: Soziale Projekte im Fokus

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem sozialen Engagement. So betreiben die Malteser in Günzburg einen Mittagstisch für Bedürftige, der dreimal pro Woche geöffnet ist. Zudem organisieren sie einen Besuchsdienst für einsame Senioren und unterstützen bei der Integration von Geflüchteten. Diese Projekte werden von haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern gleichermaßen getragen.

„Wir wollen nicht nur im Notfall helfen, sondern auch im Alltag präsent sein“, erklärt Diözesanleiterin Petra Müller. „Die vielen sozialen Angebote zeigen, dass die Malteser eine Herzensangelegenheit sind.“ Diese Haltung wird auch von der Bevölkerung geschätzt: Über 150 Spender und Förderer unterstützen die Arbeit regelmäßig.

Zahlen, die beeindrucken

Die Bilanz des Jubiläumsjahres kann sich sehen lassen: Neben den 40.000 Einsatzstunden wurden im vergangenen Jahr über 1.500 Sanitätseinsätze bei Veranstaltungen abgeleistet. Die Rettungshundestaffel, die seit 1998 besteht, wurde zu rund 80 Einsätzen gerufen und konnte dabei 15 vermisste Personen finden. Diese Zahlen dokumentieren die hohe Professionalität und Zuverlässigkeit der Günzburger Malteser.

Um auch künftig so effektiv arbeiten zu können, investieren die Malteser kontinuierlich in ihre Ausstattung. Erst vor kurzem wurde ein neues Einsatzfahrzeug in Dienst gestellt, das den gestiegenen Anforderungen gerecht wird. Finanziert wurde es durch Spenden und Zuschüsse der Stadt.

Dank und Ausblick

Zum Abschluss der Feierlichkeiten dankte Stadtbeauftragter Michael Schmid allen Helfern, Spendern und Unterstützern. „Ohne Sie alle wäre dieses Jubiläum nicht möglich gewesen. Wir freuen uns auf die nächsten 40 Jahre im Dienst für die Menschen in Günzburg.“ Die Gäste verabschiedeten sich mit einem positiven Gefühl und der Gewissheit, dass die Malteser auch in Zukunft eine wichtige Säule der Gemeinschaft bleiben werden.

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