BR-Radltour 2026: Vater und Sohn trotzen Behinderung
BR-Radltour 2026: Vater und Sohn trotzen Behinderung

Bei der BR-Radltour 2026, die vom 25. bis 31. Juli durch Bayerisch-Schwaben führt und in Nördlingen endet, ist ein besonderes Team am Start: Ein Vater und sein Sohn, der eine Behinderung hat. Die beiden zeigen, dass Inklusion im Radsport möglich ist.

Die Tour im Überblick

Die BR-Radltour ist eine der größten Radsportveranstaltungen in Süddeutschland. Die siebentägige Tour startet am 25. Juli in Lindau und führt über rund 500 Kilometer durch die Region. Die letzte Etappe am 31. Juli endet in Nördlingen, wo auch ein großes Rahmenprogramm geplant ist.

Der Vater, Michael Schmidt (Name geändert), und sein 14-jähriger Sohn Lukas, der das Down-Syndrom hat, werden die komplette Strecke mit dem Fahrrad bewältigen. „Wir haben uns monatelang vorbereitet“, sagt Michael Schmidt. „Lukas liebt es, auf dem Rad zu sein, und wir wollen zeigen, dass Grenzen oft nur im Kopf sind.“

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Besondere Vorbereitung

Die beiden trainieren seit dem Frühjahr mehrmals pro Woche. Dabei nutzen sie ein spezielles Tandem, auf dem Lukas vorne sitzt und Michael hinten die Kontrolle hat. „Das Tandem ist ideal, weil wir so gemeinsam fahren können, ohne dass Lukas überfordert wird“, erklärt Michael. „Er kann die Landschaft genießen und ich achte auf die Sicherheit.“

Die Organisatoren der BR-Radltour begrüßen die Teilnahme des Duos ausdrücklich. „Wir sind stolz, dass unsere Tour für alle offen ist“, sagt Tourleiterin Anna Keller. „Es ist ein starkes Zeichen für Inklusion, wenn Menschen mit Behinderung an unserer Veranstaltung teilnehmen.“

Unterstützung vom BR und Sponsoren

Der Bayerische Rundfunk (BR), der die Tour organisiert, hat die Anmeldung von Michael und Lukas kostenlos ermöglicht. Zudem haben lokale Sponsoren die Ausrüstung und die Unterkunft für die beiden übernommen. „Ohne diese Unterstützung wäre die Teilnahme nicht möglich gewesen“, sagt Michael Schmidt.

Die Tour führt durch malerische Landschaften, vorbei an Seen und durch historische Städte. Für Lukas ist die Fahrt ein Abenteuer, auf das er sich seit Wochen freut. „Er fragt jeden Tag, wann es losgeht“, erzählt sein Vater. „Er liebt es, unterwegs zu sein und neue Leute kennenzulernen.“

Inklusion als gesellschaftliches Anliegen

Die Teilnahme von Menschen mit Behinderung an Sportveranstaltungen ist ein wichtiges gesellschaftliches Anliegen. Laut dem Deutschen Behindertensportverband sind nur etwa 10 Prozent der Menschen mit Behinderung in Deutschland sportlich aktiv. Initiativen wie die BR-Radltour können dazu beitragen, diese Zahl zu erhöhen.

Auch der Bezirk Schwaben unterstützt das Projekt. „Wir fördern Inklusion im Sport, weil sie die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben stärkt“, sagt eine Sprecherin des Bezirks. „Das Beispiel von Michael und Lukas ist eine Inspiration für viele.“

Großes Finale in Nördlingen

Die letzte Etappe der BR-Radltour endet am 31. Juli in Nördlingen, wo die Teilnehmer von der Bevölkerung gefeiert werden. Für Michael und Lukas ist das Ziel besonders emotional: „Wenn wir in Nördlingen ankommen, werden wir wahrscheinlich weinen“, sagt Michael. „Es ist ein Traum, der wahr wird.“

Die Stadt Nördlingen bereitet sich auf das Event vor. „Wir freuen uns auf viele Gäste und ein buntes Programm“, sagt Oberbürgermeister David Wittner. „Die Radltour ist eine großartige Gelegenheit, unsere Stadt zu präsentieren und gleichzeitig ein Zeichen für Toleranz und Inklusion zu setzen.“

Die BR-Radltour 2026 verspricht nicht nur sportliche Höchstleistungen, sondern auch emotionale Momente. Die Geschichte von Vater und Sohn wird sicherlich viele Menschen berühren und zeigen, dass Radsport für alle da ist.

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