Im Tiergarten Kleve gibt es doppelten Grund zur Freude: Am 21. Juni kamen zwei Rote Pandas zur Welt. Die Jungtiere von Mutter Kamala und Vater Janak werden derzeit noch gut geschützt in der Wurfhöhle von der Panda-Mama versorgt. Besucher müssen sich daher noch gedulden, bis die beiden Kleinen zu sehen sind.
Liebevolle Pflege und notwendige Ruhe
Mama Kamala betreue ihren Nachwuchs liebevoll und zeige sich sehr fürsorglich, berichtete der Tierpark. Die Winzlinge benötigen noch viel Ruhe. Um Störungen zu vermeiden, habe noch kein tiermedizinischer Gesundheitscheck stattgefunden. Das Geschlecht der beiden Geschwister ist daher noch unbekannt.
Bedeutung für den Artenschutz
Die Geburt ist ein wichtiger Beitrag zum internationalen Artenschutz. Das Paar wurde im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms zusammengestellt. Tiergartenleiter Martin Polotzek betonte: „Rote Pandas gelten in ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet als stark gefährdet.“ Die Tiere stammen ursprünglich aus den Bergwäldern des Himalayas und Südwestchinas, wo sie in kühlen, nebelreichen Mischwäldern mit dichtem Bambusbestand in Höhen von bis zu 4.000 Metern leben. Ihre Nahrung besteht hauptsächlich aus Bambus, aber auch Früchte, Beeren, Eier und gelegentlich Insekten stehen auf dem Speiseplan.
Erfolg für den Tiergarten Kleve
Die Geburt der beiden Roten Pandas ist ein besonderer Erfolg für den Tiergarten Kleve und unterstreicht die Bedeutung von Erhaltungszuchtprogrammen für bedrohte Arten. Die Pflege des Nachwuchses wird fortgesetzt, und sobald die Jungtiere kräftiger sind, werden sie hoffentlich bald die Außenanlage erkunden und von den Besuchern bestaunt werden können.



