Drei betrunkene Radfahrer in Potsdam: Unfälle mit hohen Promillewerten
Drei betrunkene Radfahrer in Potsdam verursachen Unfälle

In Potsdam hat die Polizei am vergangenen Wochenende gleich drei Radfahrer gestoppt, die unter erheblichem Alkoholeinfluss standen und Unfälle verursachten. Der höchste gemessene Wert lag bei über 2,7 Promille. Die Vorfälle ereigneten sich in der Nacht zum Samstag auf der Heinrich-Mann-Allee sowie am Sonntagvormittag in der Kantstraße in Potsdam-West. Die Polizeidirektion West informierte am Montag über die Vorfälle.

Unfall am Leipziger Dreieck: 20-Jähriger fährt auf Mercedes auf

Gegen 00.55 Uhr hielt ein Mercedes-Fahrer an einer roten Ampel auf der Heinrich-Mann-Allee am Leipziger Dreieck. Ein 20-jähriger Radfahrer fuhr ungebremst auf das Heck des stehenden Fahrzeugs auf und verursachte Sachschaden. Der junge Mann zeigte sich uneinsichtig, verhielt sich lautstark und versuchte, den Unfallort zu verlassen. Als die Polizei eintraf, gesellte sich plötzlich ein weiterer Radfahrer hinzu – ein 22-jähriger Begleiter. Beide Männer wiesen deutlichen Alkoholgeruch auf, weshalb die Beamten Atemalkoholtests durchführten.

Der Unfallverursacher hatte einen Wert von über 2,7 Promille, sein Begleiter über 2,0 Promille. Ihnen wurde die Weiterfahrt untersagt, und es wurden Blutproben angeordnet. Gegen den 20-Jährigen laufen Ermittlungen zur Unfallursache, gegen den 22-Jährigen ein Verfahren wegen Trunkenheit im Straßenverkehr. Anzeigen wurden gegen beide erstattet.

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Weiterer Vorfall in Potsdam-West: Radler rammt geparkten Citroën

Bereits am Sonntagvormittag hatte die Polizei einen weiteren alkoholisierten Radfahrer gemeldet. In der Kantstraße in Potsdam-West kollidierte ein Radler mit einem geparkten Citroën und verursachte leichten Sachschaden. Zeugen hatten beobachtet, wie der Mann in starken Schlangenlinien fuhr und schließlich das am Fahrbahnrand stehende Fahrzeug rammte. Mit einer Bierflasche in der Hand entfernte er sich zunächst vom Unfallort, kehrte aber kurz darauf zurück, als die Polizei eintraf.

Ein Atemalkoholtest ergab über 1,8 Promille. Der 24-Jährige bestritt, wegen des Alkohols die Kontrolle verloren zu haben; er machte eine Fahrbahnunebenheit für den Unfall verantwortlich. Die Polizei untersagte ihm die Weiterfahrt, ordnete eine Blutprobenentnahme an und erstattete Anzeige.

Hohe Promillewerte: Gefahr im Straßenverkehr

Die Polizei weist darauf hin, dass Alkohol am Steuer – auch auf dem Fahrrad – zu schweren Unfällen führen kann. Bereits ab 1,6 Promille gilt das Führen eines Fahrzeugs als Straftat. In allen drei Fällen wurden Ermittlungsverfahren eingeleitet. Die genauen Umstände der Unfälle werden derzeit geprüft.

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