Drohne mit Sprengstoff nahe ukrainischem Flugzeug in Leipzig entdeckt
Drohne mit Sprengstoff nahe ukrainischem Flugzeug in Leipzig

Am Leipziger Flughafen ist in der Nacht zum Mittwoch eine Drohne in unmittelbarer Nähe eines ukrainischen Flugzeugs gesichtet worden. Nach Angaben eines Nato-Sprechers handelte es sich um einen ernsten Vorfall, der umgehend von der Polizei bearbeitet wurde. Das Fluggerät wurde von den Einsatzkräften gesichert und untersucht.

Nach Informationen aus Sicherheitskreisen vom Morgen sollen an der Drohne Sprengstoff und ein Zünder befestigt gewesen sein. Zunächst hatte die „Bild“-Zeitung über den Vorfall berichtet. Die genauen Hintergründe und die mögliche Herkunft der Drohne sind derzeit Gegenstand intensiver Ermittlungen.

Ermittlungen laufen auf Hochtouren

Die Bundespolizei und das Landeskriminalamt Sachsen haben die Ermittlungen übernommen. Erste Erkenntnisse deuten darauf hin, dass die Drohne offenbar gezielt in die Nähe des ukrainischen Flugzeugs gesteuert wurde. Ob es sich um einen Anschlagsversuch handelte, ist noch unklar. Die Sicherheitsbehörden prüfen derzeit alle möglichen Verbindungen und Hintergründe.

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Der Flughafen Leipzig/Halle ist ein wichtiger Dreh- und Angelpunkt für den Luftverkehr in Mitteldeutschland. Er wird auch von ukrainischen Maschinen angeflogen, die im Rahmen der internationalen Unterstützung für die Ukraine im Einsatz sind. Der Vorfall hat daher besondere Brisanz, da er auf eine mögliche gezielte Sabotageaktion hindeuten könnte.

Reaktionen aus Politik und Sicherheitskreisen

Die Sicherheitsbehörden haben ihre Maßnahmen am Flughafen verstärkt. Laut einem Sprecher des Bundesinnenministeriums werde der Vorfall „mit höchster Priorität“ behandelt. Man stehe in engem Austausch mit den beteiligten Stellen, um die Gefahrenlage genau zu bewerten.

Ein Sprecher der Nato erklärte, man beobachte die Lage aufmerksam und unterstütze die deutschen Behörden bei Bedarf. Die Sicherheit der Flugverbindungen in der Region habe oberste Priorität.

Zeugen gesucht – Hinweise erbeten

Die Polizei bittet die Bevölkerung um Mithilfe. Wer in der Nacht zum Mittwoch verdächtige Beobachtungen im Bereich des Flughafens gemacht hat oder Hinweise zu der Drohne geben kann, wird gebeten, sich bei der Bundespolizei oder dem Landeskriminalamt zu melden. Auch mögliche Drohnenaufnahmen aus der Umgebung könnten für die Ermittlungen hilfreich sein.

Der Vorfall wirft erneut Fragen zur Sicherheit von Flughäfen und kritischer Infrastruktur auf. Experten fordern eine verstärkte Überwachung und Abwehrmaßnahmen gegen Drohnen, die zunehmend als Bedrohung eingestuft werden. Die Behörden haben bereits angekündigt, die Sicherheitsmaßnahmen am Leipziger Flughafen zu überprüfen und gegebenenfalls anzupassen.

Der Flugbetrieb am Flughafen Leipzig/Halle wurde durch den Vorfall nach ersten Erkenntnissen nicht beeinträchtigt. Die Maschinen konnten planmäßig starten und landen. Die Ermittlungen dauern an.

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