Ehemann von Italiens Familienministerin tot aus See geborgen
Ehemann von Ministerin Roccella tot geborgen

Die Leiche von Luigi Cavallari, dem Ehemann der italienischen Familienministerin Eugenia Roccella, ist im Lago di Vico nördlich von Rom gefunden worden. Der 84-jährige Cavallari wurde am Vormittag leblos aus dem See geborgen, wie die Behörden mitteilten. Damit endet eine wochenlange Suchaktion, die von Hasskommentaren in sozialen Medien begleitet wurde.

Unglück Ende Juni

Cavallari war Ende Juni von einem Boot in den See gesprungen. Nach Angaben der Behörden tauchte er kurz wieder auf, bevor er verschwand. Seitdem suchten Einsatzkräfte mit modernster Technik nach ihm. Die Todesursache ist bislang unklar.

Die 72-jährige Ministerin Roccella befand sich zum Zeitpunkt des Unglücks ebenfalls auf dem Boot. Sie erklärte nun, für sie ende eine „Zeit des schmerzhaften Wartens“. Sie dankte den Einsatzkräften für die Suche nach „meinem geliebten Luigi“.

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Technischer Aufwand bei der Suche

Bei der wochenlangen Suche kamen ferngesteuerte Unterwasserfahrzeuge mit Kamera- und Sonarsystemen zum Einsatz, um den See systematisch abzusuchen. Diese Technologie ermöglichte es, auch tiefere Bereiche des Sees zu erkunden, die für Taucher schwer zugänglich sind.

Die Bergung am Vormittag erfolgte nach intensiver Sucharbeit. Die genauen Umstände des Todes werden nun von den Behörden untersucht.

Hasskommentare in sozialen Medien

Die Suchaktion war jedoch auch von Kritik und Hass begleitet. In sozialen Medien gab es kritische und hasserfüllte Kommentare, die Ministerpräsidentin Giorgia Meloni auf X als „niederträchtig und unmenschlich“ verurteilte. Einerseits wurde der Vorwurf erhoben, die Suchaktion sei unverhältnismäßig, andererseits gab es persönliche Angriffe gegen Roccella.

Roccella gehört der rechten Partei Fratelli d'Italia von Meloni an. Als Familienministerin ist sie wegen ihrer Position gegen gleichgeschlechtliche Ehen und Abtreibungen umstritten. Diese Kontroversen könnten zu den Anfeindungen beigetragen haben.

Reaktionen und Ausblick

Die Nachricht von der Bergung verbreitete sich schnell. Roccella bedankte sich öffentlich bei den Einsatzkräften, die wochenlang unermüdlich nach ihrem Ehemann gesucht hatten. Die Behörden kündigten an, die Ermittlungen zur Todesursache fortzusetzen.

Der Lago di Vico ist ein vulkanischer See in der Region Latium, etwa 50 Kilometer nördlich von Rom. Er ist ein beliebtes Ausflugsziel, aber auch für seine Tiefe bekannt, was die Suche erschwerte.

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