Neuer Träger will Erlebniswelt Tier und Natur wieder öffnen
Erlebniswelt Tier und Natur: Neuer Träger plant Wiedereröffnung

Die Berliner „Erlebniswelt Tier und Natur“ im Volkspark Jungfernheide soll wiedereröffnet werden. Nachdem der bisherige gemeinnützige Träger das Gelände Ende 2025 aus Kostengründen aufgegeben hatte, übernimmt nun ein Landschaftspflegeverband die Anlage. Das bestätigte der Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf auf Anfrage.

Zehn Jahre lang eine Attraktion für Familien

Mit ihrem Gehege und Streichelzoo war die Einrichtung zehn Jahre lang ein beliebtes Ausflugsziel für Kinder und Familien. Ziegen, Hühner, Kaninchen, Laufenten, Meerschweinchen und Bienen lebten dort. Viele Schulklassen und Familien waren traurig, als das Tiergehebe schließen musste. Der bisherige Träger hatte die Tiere in andere Quartiere vermittelt.

Der neue Träger, ein Landschaftspflegeverband, setzt sich nach eigenen Angaben pädagogische Ziele. Die Anlage soll nicht nur wieder für Besucher geöffnet werden, sondern auch als außerschulischer Lernort dienen. Geplant sind Projekte zur Umweltbildung und Naturerfahrung.

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Wiedereröffnung noch in diesem Jahr?

Ein genaues Datum für die Wiedereröffnung steht noch nicht fest. Der Bezirk hofft jedoch, dass die Arbeiten zur Instandsetzung der Anlage zügig vorangehen. Der Landschaftspflegeverband will zunächst die Gehege und das Gelände herrichten, bevor Tiere einziehen können.

Die „Erlebniswelt Tier und Natur“ liegt im Volkspark Jungfernheide in Charlottenburg-Nord. Der Park selbst ist ein beliebtes Naherholungsgebiet mit einer großen Grünfläche, einem Waldspielplatz und einem Freibad. Die Wiedereröffnung der Erlebniswelt dürfte daher nicht nur bei Anwohnern, sondern auch bei Besuchern aus anderen Bezirken auf Interesse stoßen.

Der Landschaftspflegeverband betont, dass die pädagogische Arbeit im Vordergrund stehen soll. Kinder sollen den Umgang mit Tieren lernen und ein Bewusstsein für Natur und Umwelt entwickeln. Geplant sind regelmäßige Führungen und Mitmachaktionen für Schulklassen und Kindergartengruppen.

Bis es so weit ist, müssen noch einige bürokratische Hürden überwunden werden. So müssen beispielsweise Genehmigungen für die Tierhaltung eingeholt und die Gehege den aktuellen Standards angepasst werden. Der Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf unterstützt das Projekt und sieht darin eine Bereicherung für den Stadtteil.

Ein Gewinn für Charlottenburg-Nord

Die Wiederbelebung der Erlebniswelt ist auch ein Signal für den Stadtteil, der unter der Schließung gelitten hatte. Viele Anwohner hatten sich für den Erhalt eingesetzt und Unterschriften gesammelt. Nun gibt es Hoffnung, dass die Anlage bald wieder Leben in den Park bringt.

Der Landschaftspflegeverband ist ein Zusammenschluss von Landwirten, Naturschützern und Kommunen, der sich für den Erhalt der Kulturlandschaft einsetzt. Mit der Übernahme der Erlebniswelt erweitert der Verband sein Tätigkeitsfeld um den urbanen Raum.

Bis zur Wiedereröffnung müssen Interessierte sich noch gedulden. Der Bezirk und der neue Träger wollen jedoch alles daransetzen, die Erlebniswelt so schnell wie möglich wieder zu öffnen. Ein konkretes Datum wird es voraussichtlich in den kommenden Wochen geben.

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