Ein britischer Familienvater hat am Flughafen Birmingham vor den Augen seiner Kinder einen Herzstillstand erlitten. Glück im Unglück: Weil der Flug verspätet war, brach Richard Chambers (33) noch am Flughafen zusammen – und ein zufällig anwesender Sanitäter konnte ihn wiederbeleben. Die Ärzte im Krankenhaus diagnostizierten später eine genetische Herzerkrankung, von der Chambers nichts gewusst hatte.
Der Kollaps in der Abflughalle
Die Familie Chambers wartete in der Abflughalle auf ihren Flug nach Antalya. Mit dabei: Ehefrau Alex und die drei Kinder Lucas (12), Riley (5) und die zehn Monate alte Amelia. Wie die Birmingham Mail berichtet, kollabierte der 33-jährige Familienvater plötzlich in der Wartehalle vor den Augen seiner Frau und seiner Kinder.
„Ich drehte mich um und er fing an zu fallen“, erinnert sich Ehefrau Alex Chambers. „Es klang, als würde er ersticken, dann wurde er lila. Ich konnte sehen, dass er keinen Sauerstoff bekam.“ Die Ehefrau schrie um Hilfe. Jemand wählte den Notruf. Innerhalb kürzester Zeit eilten mehrere Menschen zu Hilfe.
Sofortige Wiederbelebung durch zufälligen Helfer
Ehefrau Alex erinnert sich: „Er hörte dann komplett auf zu atmen. Unsere Kinder schrien und sahen alles mit an.“ Unter den Helfern war ein Sanitäter, der gerade seine Reise antreten wollte. Er begann sofort mit der Wiederbelebung. Als die Herzmassage nicht anschlug, holte jemand einen Defibrillator. Der Retter setzte das Gerät ein und konnte Chambers wiederbeleben.
Genetische Herzerkrankung entdeckt
Laut Birmingham Mail stellten die Ärzte im Krankenhaus eine genetische Herzerkrankung fest, von der Chambers nichts gewusst hatte. Seine gesamte Familie muss sich nun testen lassen. Im Vorjahr hatte der 33-Jährige seine Schwester verloren, die mit 39 Jahren ebenfalls an einem Herzstillstand gestorben war.
Ehefrau Alex Chambers über den Lebensretter: „Wäre er nicht dort gewesen – das hat sogar das Krankenhaus bestätigt –, wäre Richard gestorben.“ Die Mutter schrieb später auf Facebook über das Erlebnis und suchte nach dem anonymen Lebensretter. „Ich weiß nicht, ob er jemals verstehen wird, wie dankbar wir sind. Unsere Kinder wären am Boden zerstört gewesen, ihren Vater nie wiederzusehen. Danke aus tiefstem Herzen, dass er noch bei uns ist.“



