Das Augsburger Friedensfest 2026 wird am 8. August gefeiert. Die Stadt Augsburg hat das Programm vorgestellt, das unter dem Motto „Zukunft Frieden“ steht. Erwartet werden mehrere tausend Besucherinnen und Besucher aus der Region und darüber hinaus.
Höhepunkte des Programms
Zum Auftakt findet um 10 Uhr ein ökumenischer Festgottesdienst in der Basilika St. Ulrich und Afra statt. Anschließend werden auf dem Rathausplatz die traditionellen Friedenstafeln aufgestellt. Dort können die Gäste bei Speisen und Getränken ins Gespräch kommen. Kulturreferent Jürgen K. Enninger betonte: „Das Friedensfest ist ein lebendiges Zeichen für Toleranz und Zusammenhalt in unserer Stadt.“
Am Nachmittag gibt es ein Bühnenprogramm mit Musik und Theater. Unter anderem tritt das Augsburger Jugendblasorchester auf. Zudem sind mehrere Friedensprojekte aus der Stadt eingeladen, sich zu präsentieren. Für Kinder gibt es ein eigenes Programm mit Spielen und Bastelaktionen im Stadtgarten.
Friedenstafeln und kulinarische Vielfalt
Die Friedenstafeln sind ein zentraler Bestandteil des Festes. Rund 30 Stände bieten Speisen aus verschiedenen Kulturen an. Organisiert werden sie von örtlichen Vereinen und Initiativen. Die Einnahmen kommen sozialen Projekten zugute.
Erstmals wird es eine „Friedensmeile“ geben, die vom Rathausplatz bis zum Zeughaus führt. Dort informieren Friedensorganisationen über ihre Arbeit. Geplant sind auch Mitmachaktionen, bei denen Besucher Friedensbotschaften gestalten können.
Rahmenprogramm und Organisation
Bereits am Vorabend, dem 7. August, lädt die Stadt zu einem Friedensgebet in der Synagoge ein. Am Festtag selbst sind die Geschäfte geschlossen, der Nahverkehr fährt nach Sonntagsfahrplan. Die Stadt empfiehlt, mit öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen, da Parkplätze begrenzt sind.
Das Friedensfest ist in Augsburg seit 1650 ein gesetzlicher Feiertag und gilt als das älteste Friedensfest der Welt. Es erinnert an den Westfälischen Frieden von 1648. Die Stadt investiert in diesem Jahr rund 200.000 Euro in die Veranstaltung, wie das Kulturreferat mitteilte.
Ausblick und Beteiligung
Bürgerinnen und Bürger sind aufgerufen, sich aktiv zu beteiligen. Wer eine Friedenstafel übernehmen möchte, kann sich bis zum 30. Juni beim Kulturreferat melden. Auch für das Bühnenprogramm werden noch Künstler gesucht.
Das vollständige Programm ist ab Juli auf der städtischen Website abrufbar. Zusätzlich wird eine kostenlose App angeboten, die über alle Aktionen informiert. Die Stadt hofft, mit dem vielfältigen Angebot Menschen aller Generationen anzusprechen.



