Am Sonntag, dem 15. September, wird in der Klosterkirche Ursberg ein festlicher Gottesdienst gefeiert, der an den berühmten Ursberger Psalter erinnert. Die Veranstaltung beginnt um 10 Uhr und verspricht eine tiefgehende spirituelle Erfahrung, die Geschichte und Glauben verbindet.
Der Ursberger Psalter: Ein kulturelles Erbe
Der Ursberger Psalter ist ein bedeutendes mittelalterliches Manuskript, das im 12. Jahrhundert im Kloster Ursberg entstand. Er gilt als eines der wertvollsten Zeugnisse romanischer Buchmalerei in Schwaben. Der Psalter enthält nicht nur die 150 Psalmen, sondern auch kunstvolle Initialen und Miniaturen, die biblische Szenen darstellen. Er wird heute in der Bayerischen Staatsbibliothek in München aufbewahrt, aber seine Wurzeln liegen in Ursberg.
Der Gottesdienst am 15. September soll die Erinnerung an dieses kulturelle Erbe wachhalten. Die Gemeinde und Besucher sind eingeladen, gemeinsam zu beten und zu singen, wobei auch Texte aus dem Psalter verwendet werden. Der liturgische Rahmen wird von Pater Martin und Diakon Thomas gestaltet, die beide seit Jahren in der Pfarreiengemeinschaft wirken.
Programm und Gestaltung
Der Gottesdienst wird musikalisch vom Kirchenchor Ursberg umrahmt, der unter der Leitung von Kantorin Maria Weber einige Psalmen in gregorianischem Choral vortragen wird. Zudem wird eine kleine Ausstellung von Reproduktionen aus dem Ursberger Psalter in der Kirche zu sehen sein. Diese Reproduktionen stammen aus einer Sonderausgabe, die vor einigen Jahren vom Diözesanmuseum Augsburg herausgegeben wurde.
„Der Psalter ist ein Schatz, der uns mit unseren Vorfahren verbindet. Wir möchten mit diesem Gottesdienst seine Bedeutung für unseren Glauben und unsere Geschichte unterstreichen“, sagt Pfarrer Josef Miller, der die Predigt halten wird. Er betont, dass die Psalmen auch heute noch aktuell seien und Trost und Hoffnung spenden könnten.
Einladung an die Öffentlichkeit
Die Pfarreiengemeinschaft Ursberg lädt alle Interessierten herzlich zu diesem Gottesdienst ein. Im Anschluss an den Gottesdienst besteht die Gelegenheit, bei einem kleinen Empfang im Pfarrheim mehr über den Psalter und die Geschichte des Klosters zu erfahren. Dort werden auch einige Faksimile-Seiten des Psalters gezeigt, die von ehrenamtlichen Helfern erläutert werden.
Der Eintritt ist frei, um eine Spende für die Erhaltung der Klosterkirche wird jedoch gebeten. Die Kirche ist barrierefrei zugänglich, und es gibt ausreichend Parkmöglichkeiten in der Nähe. Weitere Informationen erhalten Sie im Pfarrbüro unter der Telefonnummer 08281/1234 oder auf der Website der Pfarrei.



