Hitzebus in Ulm: DRK bringt Erfrischung für Obdachlose
Hitzebus in Ulm: DRK bringt Erfrischung für Obdachlose

Pünktlich um 12 Uhr startet der weiße Transporter des Deutschen Roten Kreuzes am DRK-Kreisverband in Ulm. Am Steuer sitzt Alfred Kaltenmeier, neben ihm sein Kollege Stefan. Ihre Mission: Obdachlose Menschen in der Innenstadt mit dem Nötigsten versorgen. Zuvor wird das Fahrzeug beladen – Kisten mit Wasser und Apfelsaftschorle, dazu Sonnencreme, Müsliriegel und frische Orangen. Auch Papiertaschentücher fehlen nicht.

Ehrenamtliche im Einsatz für die Schwächsten

Die Tour führt an heißen Tagen durch die gesamte Ulmer Innenstadt. Die Helfer kennen die Plätze, an denen sich obdachlose Menschen aufhalten – unter Brücken, in Parks oder vor Bahnhöfen. Sie sprechen die Menschen an, reichen ihnen eine Flasche Wasser und ein paar Orangen. Das Ziel: Das Leid lindern, das extreme Sommertemperaturen für Menschen ohne Obdach bedeuten können.

Alfred Kaltenmeier weiß aus seiner langjährigen Erfahrung als ehrenamtlicher Fahrer genau, was gebraucht wird. Besonders die Papiertaschentücher sieht er als wichtige Gabe. Wer ohne festes Einkommen lebt, für den sind solche Alltagsgegenstände oft ein Luxusgut. Der Hitzebus schafft hier Abhilfe – unkompliziert und direkt vor Ort.

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Spenden und Freiwillige machen das Projekt möglich

Der DRK-Hitzebus ist ein Angebot, das ohne ehrenamtlichen Einsatz nicht funktionieren würde. Viele Helfer opfern ihre Freizeit, um bei Höchsttemperaturen durch die Stadt zu fahren. Getragen wird das Projekt zudem durch Spenden aus der Bevölkerung. Erst diese Unterstützung ermöglicht es, Wasser, Obst und Sonnencreme in ausreichender Menge zu verteilen.

Das Rote Kreuz reagiert damit auf eine wachsende Herausforderung. Immer mehr Menschen geraten in Notlagen, und gerade im Sommer wird der fehlende Zugang zu öffentlichen Räumen zum Problem. Der Hitzebus ist ein niedrigschwelliges Angebot, das schnell und unbürokratisch hilft.

Höflichkeit und Respekt auf beiden Seiten

Die Begegnungen zwischen den Helfern und den Bedürftigen sind meist zurückhaltend, aber herzlich. Viele freuen sich über eine kurze Unterhaltung, ein aufmunterndes Wort. Andere nehmen das Angebot stumm an. Allen gemeinsam ist die Erleichterung über eine kleine, aber wichtige Geste in einem anstrengenden Alltag.

Der DRK-Kreisverband hofft, den Hitzebus auch in den kommenden Sommern einsetzen zu können. Künftige Touren hängen jedoch von weiterer Unterstützung ab. Wer das Projekt fördern möchte, kann sich direkt an das Rote Kreuz in Ulm wenden. Die Stadt profitiert von diesem Engagement: Es entlastet Gesundheitssystem und Sozialdienste und zeigt, wie solidarisch die Gesellschaft in Ulm ist.

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