Die Junge Union (JU) in Brandenburg hat nach dem Rücktritt ihrer Landesvorsitzenden Laura Strohschneider die Neuwahl der Spitze vorerst vertagt. Ein genauer Termin für die Nachfolge steht noch nicht fest. Der kommissarische Landesvorsitzende Carlo Wittich erklärte: „Da haben wir bisher noch keine konkreten Planungen.“ Im September wolle sich die JU verständigen, „wie wir weiter vorgehen“.
Wittich übernimmt vorübergehend
Der 27-jährige Wittich wurde am Montag vom Landesvorstand mit den Aufgaben des Landesvorsitzenden betraut. Er schloss nicht aus, später für das Amt zu kandidieren. Die bisherige Vorsitzende Strohschneider hatte Ende Juli ihren Rücktritt erklärt und dies mit Kritik am Spitzenpersonal und am Kurs der Bundesregierung begründet. In einer Erklärung an die Mitglieder schrieb sie, sie schäme sich für die Bundespolitik. Zudem trat sie aus der CDU aus.
Keine Austrittswelle
Am 15. August kommt die JU, die nach eigenen Angaben mehr als 600 Mitglieder zählt, zu ihrem Brandenburg-Tag in Potsdam zusammen. Eine Neuwahl dort sei laut Satzung wegen der zu kurzen Ladungsfrist nicht möglich, so Wittich. Er betonte, der Rücktritt habe keine Unruhe ausgelöst: „Wir haben keine Austrittswelle.“



