Nach dem verheerenden Brand in der Altstadt von Lauterbach haben die Ermittler keine Hinweise auf vorsätzliche Brandstiftung gefunden. Das Hessische Landeskriminalamt hat den Brandort gemeinsam mit Brandursachenermittlern der Regionalen Kriminalinspektion (RKI) Vogelsberg untersucht, wie die Polizei mitteilte. Die genaue Ursache des Feuers, das am Mittwochnachmittag in einem Restaurant am Marktplatz ausbrach und sich rasch ausbreitete, bleibt weiterhin unklar.
Technischer Defekt oder Fahrlässigkeit?
Ob das Feuer fahrlässig verursacht wurde oder auf einen technischen Defekt zurückzuführen ist, sei weiterhin Gegenstand der laufenden Ermittlungen, so das Polizeipräsidium Osthessen. Aus ermittlungstaktischen Gründen könnten derzeit keine weiteren Details genannt werden. Die Beamten schließen derzeit weder einen technischen Defekt noch Fahrlässigkeit aus.
Der Brand hatte in einem Restaurant am Marktplatz begonnen und sich in kürzester Zeit auf mehrere angrenzende Fachwerkhäuser ausgeweitet. Rund 450 Feuerwehrkräfte waren im Einsatz, um die Flammen zu löschen und ein Übergreifen auf weitere Gebäude zu verhindern.
Schaden in Millionenhöhe
Nach ersten Schätzungen der Feuerwehr beläuft sich der Sachschaden auf mindestens fünf Millionen Euro. Die Polizei spricht von einer Schadenshöhe im „mittleren siebenstelligen Bereich“. Mehrere Häuser wurden direkt durch das Feuer beschädigt, andere erlitten durch die enorme Hitzeentwicklung und die Löscharbeiten so starke Schäden, dass sie vorläufig als unbewohnbar gelten.
Die Bewohner der betroffenen Häuser wurden vorübergehend anderweitig untergebracht. Die Stadt Lauterbach richtete eine Notunterkunft ein. Wie lange die Ermittlungen zur Brandursache dauern werden, ist unklar. Die Polizei bittet Zeugen, die möglicherweise Beobachtungen im Zusammenhang mit dem Brand gemacht haben, sich zu melden.



