Netball-Trikots bei Commonwealth Games: Sophie Garbin wehrt sich gegen Kritik
Netball-Trikots: Sophie Garbin wehrt sich gegen Kritik

Die australische Netball-Nationalspielerin Sophie Garbin hat auf die anhaltende Kritik an den Spielkleidern ihrer Mannschaft reagiert. Die 29-jährige Angriffsspielerin stellte klar, dass sie und ihre Teamkolleginnen keinerlei Probleme mit den Trikots hätten, die bei den Commonwealth Games für Diskussionen sorgen. Die „Diamonds“ hatten zuvor ein beeindruckendes 66:47 gegen England gefeiert, wobei Garbin mit 41 Treffern bei 42 Versuchen die herausragende Spielerin war.

Kritik an der Spielkleidung

Bereits zu Beginn des Turniers war die australische Mannschaft heftig kritisiert worden. Der Vorwurf: Die Trikots der Spielerinnen seien viel zu kurz. In der Halle und bei den Fernsehübertragungen war zu sehen, wie die Australierinnen immer wieder ihre kurzen Kleider nach unten zogen, um ihren Unterleib zu bedecken. Diese Gesten hatten in den sozialen Medien eine Welle der Empörung ausgelöst.

Ein Fan schrieb: „Der Schnitt dieser australischen Kleider ist furchtbar. Sie rutschen ständig hoch, sobald sich die Spielerinnen bewegen.“ Ein anderer kommentierte: „Jeder Sportler verdient es, angemessene und bequeme Kleidung zu tragen. Das ist hier eindeutig nicht der Fall.“ Ein Dritter fügte hinzu: „Ich kann mir nicht vorstellen, dass es einfach ist, sich auf das Spiel zu konzentrieren, wenn man weiß, dass man bei jedem Schritt den Unterleib zur Schau stellt.“

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Garbin: „Wir lieben unser Kleid“

Doch Garbin widerspricht diesen Darstellungen entschieden. In einer Stellungnahme betonte die Torjägerin: „Ich habe das Gefühl, dass ich als Netballerin ständig mein Kleid nach unten ziehen muss. Natürlich haben wir viele Kommentare von anderen Leuten mitbekommen, aber auf dem Spielfeld sind wir daran gewöhnt, dass Kleider hoch- und runterrutschen.“ Sie fügte klar und deutlich hinzu: „Wir lieben unser Kleid.“

Die Spielerin, die für die Giants Netball in der heimischen Liga spielt, unterstrich damit, dass die Mannschaft die Kleidung als Teil ihrer Identität betrachtet. Auch Mitspielerin Sophie Dwyer, die ebenfalls für die Giants aufläuft, zeigte sich in den sozialen Medien gelassen.

Gemischte Reaktionen der Fans

Während Garbin die Trikots verteidigt, bleiben viele Fans skeptisch. Ein weiterer Nutzer merkte an: „Die Passform der Kleider ist furchtbar. Haben sie etwa Tank-Tops ausgegeben und die Kleider sind noch nicht lieferbar?“ Ein fünfter schrieb: „Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie nervig es für sie sein muss, jedes Mal ihr Kleid wieder herunterzuziehen. Sollen wir das mit den Kleidern nicht einfach aufgeben?“ Und ein sechster meckerte: „Ist denen der Stoff ausgegangen? Diese Kleidchen sind einfach unangemessen!“

Die Diskussion um die Spielkleidung der australischen Netballerinnen zeigt, wie sensibel das Thema angemessener Sportbekleidung im Frauenleistungssport nach wie vor ist. Garbin und ihre Mannschaftskolleginnen lassen sich davon jedoch nicht beirren – sie konzentrieren sich auf das Turnier und ihre sportlichen Ziele.

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